Mitteilung vom 04.02.26
Presse-Infos | Kultur
Schulkino-Wochen NRW
So viele Schülerinnen und Schüler wie nie verwandeln die Kinosäle in lebendige Klassenzimmer
Münster (lwl). Im 19. Jahr ihres Bestehens haben die Schulkino-Wochen NRW eine neue Bestmarke erreicht: Über 198.000 Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrkräfte strömten in den vergangen zwei Wochen in die Lichtspielhäuser. Damit übertrifft das landesweit größte Projekt zur Filmbildung den Vorjahresrekord von 177.000 Anmeldungen deutlich. In 135 Kinos wurde landesweit Filmkultur vermittelt. Das Programm von "Vision Kino- Netzwerk für Film und Medienkompetenz" und "Film+Schule NRW", einer gemeinsamen Initiative des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und des NRW-Schulministeriums, umfasste rund 90 Filme, die durch kostenloses Unterrichtsmaterial in den Schulalltag integriert werden konnten.
Mit großem Abstand am meisten besucht wurde die aktuelle Verfilmung von Michael Endes "Momo", die über 30.000 junge Schülerinnen und Schüler mobilisierte. Die Filme "Paddington in Peru" und "Der wilde Roboter" folgten auf den weiteren Plätzen, während die Bestseller-Verfilmung "22 Bahnen" nach dem Roman von Caroline Wahl der meistgesehene Film der älteren Jahrgänge war. Das neueste Abenteuer von "Pumuckl" sowie die Animationsfilme "Vaiana 2" und "Tafiti - Ab durch die Wüste" verzeichneten ebenfalls jeweils über 10.000 Anmeldungen.
Das "Cineplex" in Hamm war das erste Kino in der Geschichte der Schulkino-Wochen NRW, das von über 6.000 Gästen besucht wurde. In den acht teilnehmenden Kinos in Köln wurden insgesamt rund 11.500 Besuche verzeichnet, damit ist die einzige Millionenstadt des Landes auch hier Spitzenreiter.
Ein besonderer Höhepunkt waren die persönlichen Begegnungen zwischen Lernenden und Filmschaffenden. So begleitete Sarah Winkenstette, Regisseurin des Films "Grüße vom Mars", Vorführungen im "Cobra" in Solingen sowie im "Cinenova" in Köln, um unzählige Fragen zu beantworten. Auch in anderen Städten wurde der Kinosaal zum Diskussionsforum: die Darsteller Elijas Amerein ("Ab morgen bin ich mutig") in Hennef und Rafael Klein-Heßling ("Sonne und Beton") in Dortmund verrieten Details ihrer schauspielerischen Arbeit. Der schweizerische Regisseur Christian Frei nutzte die Vorführung in Hamm für einen intensiven Austausch über seinen Dokumentarfilm "Blame" und dessen vielschichtige Perspektiven auf die Corona-Krise, während Szenenbildnerin Susanna Haneder in Hamm und Düsseldorf exklusive Einblicke hinter die Kulissen von "22 Bahnen" gewährte.
Die Vorhänge für dieses Jahr sind zwar gefallen, doch der nächste Höhepunkt wirft bereits seine Schatten voraus: Im Januar 2027 feiern die Schulkino-Wochen NRW ihre 20. Ausgabe. Dann wird das landesweit größte Projekt zur Filmbildung erneut die Kinosäle in ganz Nordrhein-Westfalen in lebendige Klassenzimmer verwandeln. Lehrkräfte können sich bis dahin weiterhin über die Online-Plattformen von "Vision Kino" und "Film-Schule NRW" über aktuelle Filmtipps und pädagogische Trends informieren.
Hintergrund
Die Schulkino-Wochen NRW werden veranstaltet von "Vision Kino - Netzwerk für Film und Medienkompetenz" sowie "Film+Schule NRW", einer gemeinsamen Initiative des NRW-Schulministeriums und des LWL-Medienzentrums für Westfalen. "Vision Kino" ist eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Film- und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen. Sie wird unterstützt von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek sowie der "Kino macht Schule" GbR, bestehend aus dem Allscreens Verband Filmverleih und Audiovisuelle Medien e.V., dem HDF Kino e.V., der Arbeitsgemeinschaft Kino - Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V. und dem Bundesverband kommunale Filmarbeit e.V. Die Schirmherrschaft über "Vision Kino" hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernommen. Kooperationspartner der Schulkino-Wochen NRW sind die Kommunalen Medienzentren in NRW, die Bundeszentrale für politische Bildung, Engagement Global, das Wissenschaftsjahr und spinxx.de, das Onlineportal für junge Medienkritik.
Kontakt: Projektbüro Schulkinowochen NRW beim LWL-Medienzentrum für Westfalen, Tel.: 0251-591-3055, Mail: presse.schulkinowochen@lwl.org, https://www.schulkinowochen.nrw.de
Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Carsten Happe, Telefon: 0251 591-4628,
presse@lwl.org
LWL-Einrichtung:
LWL-Medienzentrum für Westfalen
Fürstenbergstr. 14
48147 Münster
Karte und Routenplaner
Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 21.000 Beschäftigten für die 8,4 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
Der LWL auf Facebook:
https://www.facebook.com/LWL2.0
zur Druckansicht dieser Seite
zu den aktuellen Presse-Infos