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Mitteilung vom 14.09.22

Presse-Infos | Kultur

"Urgeschichten vom Pferd" im LWL-Museum für Archäologie

Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung "Stonehenge"

Bewertung:

Herne (lwl). Am Donnerstag (15.9.) dreht sich im LWL-Museum für Archäologie in Herne ab 19 Uhr alles ums Pferd. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Sarah-Julie Wittmann gibt mit ihrem Vortrag "Urgeschichten vom Pferd" archäologische Einblicke in eine besondere Mensch-Tier-Beziehung.

Pferde waren bis vor wenigen Jahrzehnten aus dem täglichen Leben nicht wegzudenken - als wichtige Arbeitstiere, menschliche Begleiter und Symbole von Eliten. Der gemeinsame Weg von Menschen und Pferden reicht weit in die Urgeschichte zurück. Er hat schon lange begonnen, bevor die Tiere überhaupt domestiziert waren, und er hat sich oft verändert.

Im Vortrag will Wittmann einige solcher Urgeschichten vom Pferd erzählen. Dabei werden besonders die Jahrhunderte nach der Domestikation in den Blick genommen: Wozu wurden die neuen Haustiere genutzt? Wie haben Hauspferde urgeschichtliche Gesellschaften beeinflusst? Welche archäologischen Spuren hat all das hinterlassen? Gleichzeitig hinterfragt die Referentin gängige Vorstellungen zu prähistorischen Pferden gibt Einblicke in jüngste Forschungen.

Diese Fragen werden anhand der Ergebnisse eines archäologischen Forschungsprojekts zu Pferden in der frühen und mittleren Bronzezeit diskutiert.

Sarah-Julie Wittmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und hat über das Vortragsthema ihre Dissertation verfasst.

Achtung: Dieser Vortrag wird nicht gestreamt, sondern kann nur live vor Ort im Vortragssaal des LWL-Museums für Archäologie besucht werden.
Der Eintritt ist frei.

Sonderausstellung "Stonehenge - Von Menschen und Landschaften"
Bis zum 25. September 2022 zeigt das LWL-Museum für Archäologie in Herne die Geschichte des berühmtesten archäologischen Denkmals Europas in seiner einzigartig erhaltenen vorgeschichtlichen Umgebung. Die Landschaft von Stonehenge wird der zeitgleichen Entwicklung und gegenwärtigen menschengemachten Landschaften in Westfalen gegenübergestellt. Gemeinsam mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie werden die neuesten Forschungsergebnisse präsentiert.

Der berühmte Steinkreis in Südengland ist ein Beispiel für vorgeschichtliche Bau- und Ingenieurskunst und ihr monumentaler Höhepunkt. Er war Teil einer rituellen Landschaft mit jahrtausendealter Geschichte. Die Tiefe dieser Geschichte wird in Herne und mit der westfälischen Landschaft gestern und heute in Beziehung gesetzt. In der vom englischen Archäologen, BBC-Moderator und Stonehenge-Experten Julian Richards co-kuratierten Ausstellung bewegen sich die Besucher:innen durch analoge und virtuell rekonstruierte Landschaften. Sie erleben die Ausmaße des imposanten Steinkreises durch detailgetreue 1:1-Repliken. Ausgewählte Funde der englischen und westfälischen Archäologie zeigen, mit welchen Mitteln die Landschaften geformt wurden, und bringen den Besucher:innen den prähistorischen Menschen und seine Lebenswelten näher. Mit einem Ausblick auf die moderne Industrie- und Kulturlandschaft Ruhr spannt die Ausstellung einen Bogen bis in die Gegenwart.

Für den Besuch des Museums gilt keine Zugangsbeschränkung und keine Maskenpflicht. Zum Schutz und zur Sicherheit aller wird weiterhin das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes empfohlen. Die Hygiene- und Abstandsregeln sind weiterhin zu beachten.



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Sandra Görtz, LWL-Archäologie für Westfalen, Tel.: 0251 591-8946
presse@lwl.org



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Westfälisches Landesmuseum
Europaplatz 1
44623 Herne
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 19.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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