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Mitteilung vom 06.09.22

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LWL verleiht landeskundliche Preise an Dr. Till Kasielke aus Mülheim an der Ruhr und Christian Hübschen aus Drensteinfurt

Bewertung:

Münster (lwl). Dr. Till Kasielke hat am Montag (5.9.) in Münster aus den Händen von LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger den Karl-Zuhorn-Preis für westfälische Landesforschung entgegengenommen. Der Nachwuchswissenschaftler aus Mühlheim, der heute an der Ruhr-Universität Bochum tätig ist, erhält den alle drei Jahre verliehenen Preis für seine geografischen und geologischen Arbeiten zu Westfalen. Außerdem hat der LWL Christian Hübschen aus Drensteinfurt (Kreis Warendorf) für seine Veröffentlichungen zum Thema Öffentlicher Personen-Nahverkehr (ÖPNV) sowie für sein ehrenamtliches Engagement in diesem Forschungsbereich mit dem LWL-Preis für westfälische Landeskunde ausgezeichnet.

Karl-Zuhorn-Preis
"Dr. Till Kasielke ist ein ausgewiesener Nachwuchswissenschaftler, der besonders intensiv und innovativ im westfälischen Raum an ganz unterschiedlichen Themen arbeitet und forscht. Mit seiner thematisch fokussierten Fachlichkeit und zahlreichen Publikationen hat er auf dem Gebiet der Geographie und der Geowissenschaften zur Erforschung Westfalens schon heute in erheblichem Maße beigetragen und zwar sowohl im engeren wissenschaftlichen Bereich, als auch für ein breites Publikum", sagte Rüschoff-Parzinger. Die wissenschaftlichen Leistungen von Kasielke für Westfalen seien vorzüglich und herausragend. Dabei bringe er seine vertiefte, eingehende Forschung in der Geographie und den Geowissenschaften überzeugend in die breite Fachdiskussion mehrerer Disziplinen ein, so die LWL-Kulturdezernentin weiter.

Kasielke, der 1982 in Mülheim an der Ruhr geboren wurde, studierte Geographie an der Ruhr-Universität Bochum. 2014 promovierte er mit der Arbeit "Spätquartäre Landschaftsentwicklung im oberen Emschertal". Zurzeit arbeitet Kasielke an seiner Habilitationsschrift, die seine geographischen, geologischen und archäologischen Forschungsergebnisse über die historische Flussentwicklung der Ruhr dokumentieren wird. Seit 2017 ist er Mitglied der Geographischen Kommission für Westfalen.

LWL-Preis für westfälische Landeskunde
"Christian Hübschen hat sich in ausgezeichneter Weise um die geographische Landeskunde Westfalens verdient gemacht. Er hat sich im Bereich Öffentlicher Personennahverkehr in Westfalen zu einem ausgewiesenen Fachmann entwickelt, dessen Expertise gerade auch in der aktuellen Debatte um eine 'nachhaltige Mobilität' gerne in Anspruch genommen wird", sagte Rüschoff-Parzinger. "Das Thema ÖPNV ist für Christian Hübschen eine Herzensangelegenheit, gleichzeitig sind seine vielfältigen Publikationen wichtige Grundlagen für eine Debatte um die Zukunftsfähigkeit von Bahnlinien und Busverbindungen in unserem Landesteil." Hübschen sei in der Region fest verwurzelt und es gelinge ihm hervorragend, seine außerordentliche wissenschaftliche und berufliche Expertise und Erfahrung auch ehrenamtlich in die Öffentlichkeit zu tragen", so die LWL-Kulturdezernentin weiter.

Der 1968 in Dülmen (Kreis Coesfeld) geborene Hübschen studierte von 1989 bis 1996 an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster Geographie, Geschichte, Verwaltung und Raumplanung. Seine Diplomarbeit "Aufgegebene Eisenbahntrassen in Westfalen. Heutige Nutzung und Möglichkeiten neuer Inwertsetzung" hat die Geographische Kommission für Westfalen beim LWL in ihrer Reihe "Siedlung und Landschaft in Westfalen" veröffentlicht. Nach dem Studium hat er als freier Mitarbeiter des Zweckverbandes Schienenpersonen-Nahverkehr Münsterland ein Gutachten zu stillgelegten Schienenstrecken im Münsterland erstellt. Seit 2004 ist er bei der DB Regio NRW in Düsseldorf im Bereich des Qualitätsmanagements tätig.



Hintergrund: Neukonzeption des Karl-Zuhorn-Preises
Der Karl-Zuhorn-Preis wird seit 1979 alle drei Jahre an junge Wissenschaftler:innen für besondere Leistungen in der Forschung zur Geschichte und Landeskunde Westfalens verliehen. Der Preis war bislang mit 5.000 Euro dotiert.

Der bisherige Preis für westfälische Landeskunde wurde seit 1983 an ehrenamtlich Forschende oder langjährig engagierte Menschen verliehen und war bis einschließlich 2022 mit 3.100 Euro dotiert. Nach der Neukonzeption der LWL-Kulturpreise in diesem Jahr firmiert ab 2023 nun auch der Preis für westfälische Landeskunde unter dem Namen Karl-Zuhorn-Preis.

Die Auszeichnung ist somit künftig zweigeteilt und wird jährlich an Forschende gleicher Fachrichtung in den Kategorien "Nachwuchsförderung" und "Ehrenamtliche Forschung" verliehen. Der Forschungsgegenstand muss einen klaren Westfalenbezug aufweisen und von Relevanz für die westfälische Landeskunde und Geschichte sein. Der Preis ist in beiden Kategorien mit jeweils 10.000 Euro dotiert. Kooperationspartner:innen sind die LWL-Kommissionen für westfälische Landeskunde und das LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 19.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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