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Mitteilung vom 21.01.21

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LWL startet neue Schriftenreihe "Biografien-Box" mit zwei Bänden über Maler und Grafikerinnen im 19. und 20. Jahrhundert

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Münster (lwl). Über Biografien werden Orte, Taten, aber auch Museumsobjekte besser verständlich und leichter erfahrbar. Einem solchen biografischen Ansatz folgt eine neue zweibändige Publikation des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL): "Künstlerinnen und Künstler in Westfalen. Malerei und Grafik im 19. und 20. Jahrhundert". Mit den beiden Künstler-Bänden startet das LWL-Museumsamt die neue Schriftenreihe "Biografien-Box". Diese Reihe beschäftigt sich mit Menschen, zu denen Objekte in westfälischen Museumssammlungen überliefert sind.

"Die Biografien sind sehr anschaulich, sie vermitteln emotionale Nähe und liefern regionale oder individuelle Bezugspunkte. So helfen sie, auch neuartige oder komplexe historische Sachverhalte einer breiten Leserschaft zu erschließen", sagt Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. "Mit diesem Band zeigen wir die Qualität und Breite des künstlerischen Schaffens in Westfalen-Lippe und rücken auch unterschätzte und vergessene Künstlerpersönlichkeiten Westfalens in den Blick."

Am Beispiel der Lebensgeschichten von 87 bildenden Malern und Grafikerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts stellt der erste Teil die künstlerische Entwicklung der Region vor. Verschiedene Fachautoren porträtieren weltbekannte Persönlichkeiten wie August Macke und Josef Albers, aber auch Malerinnen mit eher regionalem Renommee an ihren Wirkungsorten in Westfalen-Lippe. "Die vorgestellten Künstler sind stark von den jeweiligen zeitgeschichtlichen Strömungen geprägt - ebenso wie von der Landschaft, vom Leben in den Städten oder der Industrialisierung", so die Herausgeberin Dr. Ulrike Gilhaus, Leiterin des LWL-Museumsamtes. "Sie geben Antworten auf Herausforderungen ihrer Zeit, entwickeln neue Impulse für die bildende Kunst und verändern den Kunstmarkt."

Eine sozialgeschichtliche Einführung wirft einen neuen Blick auf die Kunstlandschaft Westfalens und leuchtet verschiedene Zentren und Entwicklungsstränge aus. Am Ende findet sich eine Auflistung der in den einzelnen Museen vertretenen Künstlerinnen.

Der zweite Teilband führt alle Gemälde und Zeichnungen der Künstler auf, die sich in öffentlich zugänglichen Sammlungen in Westfalen-Lippe befinden und gibt somit einen Überblick zum Schaffen der vorgestellten Persönlichkeiten. "Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zu musealen, wissenschaftlichen, aber auch privaten Forschungen zu den Künstlerinnen der Kulturregion Westfalen und lädt ein, sich selbst auf ihre Spuren zu begeben", so Mitherausgeberin Ute Koch.

Hintergrund
Der Band zu den Künstlern bildet den Auftakt einer neuen Publikationsreihe: "Biografien-Box. Ein Login zu westfälischen Museumssammlungen". Die Reihe möchte mit Biografien Interesse für die Kulturgeschichte Westfalens wecken. Im Mittelpunkt der Reihe steht die Erschließung musealer Sammlungen in Westfalen. "Wir wollen mehr Aufmerksamkeit für die kulturgeschichtlich wertvollen Bestände und neue Perspektiven auf sie ermöglichen", so Gilhaus. Die einzelnen Bände porträtieren jeweils bestimmte soziale Gruppen, Milieus oder Berufsgruppen, die den Kulturraum Westfalen geprägt haben und Spuren in den öffentlichen Sammlungen hinterlassen haben. Die Biografien beziehen sich auf konkrete museale Objekte, die in einem Anhang gesondert aufgeführt werden. Der zweite Band (in Vorbereitung) wird sich den sogenannten "Kleinen Leuten", u.a. aus unterbäuerlichen Schichten und Arbeiterschaft widmen. Für die folgenden Bänden sind Männer und Frauen beispielsweise aus Politik, Justiz und Verwaltung, Fotografinnen und Fotografen sowie Geistliche angedacht.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



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Salzstraße 38 (Erbdrostenhof)
48133 Münster
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 18.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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