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Mitteilung vom 27.05.20

Presse-Infos | Kultur

Eine neue Facette im Arbeitsleben

Freiwilligendienstler beim LWL berichten von ihren Arbeitsplätzen - Rita Barthel von den Zentralen Diensten der LWL-Archäologie

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Münster (lwl). Was kommt nach der Schule - oder in diesem Fall besser gefragt: Was kommt nach dem Arbeitsleben? Während viele junge Menschen das Freiwillige Soziale oder Ökologische Jahr dazu nutzen, um sich beruflich zu orientieren, nutzt Rita Barthel den Bundesfreiwilligendienst (BFD), um ihr bisheriges Berufsleben abzuschließen. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bietet sowohl den Freiwilligendienst (FSJ, FÖJ) als auch den BFD in Schulen und Jugendeinrichtungen, im Gesundheits-Dienst, im Umwelt- und Naturschutz und auch in der Kultur an. Zum Beispiel in den Zentralen Diensten der LWL-Archäologie in Münster.

Seit ihrem 14. Lebensjahr war Rita Barthel als Technische Zeichnerin tätig. Doch eine medizinische Diagnose brachte die heute 61-Jährige dazu, sich von ihrem Beruf zu trennen. Während sie in den vergangenen 24 Jahren im Industrieanlagenbau tätig war, beschäftigt sie sich heute in ihrem Bundesfreiwilligendienst mit eisernen Pfeilspitzen und bronzenen Fibeln: Sie recherchiert zu Grabungs- und Herkunftsorten von Objekten, die Daten über Fundort, Datierung und Besonderheiten gibt sie in eine Datenbank ein. Im Zentralen Fundarchiv der LWL-Archäologie lernt Rita Barthel viele neue Aufgabengebiete kennen. "Wichtig ist für mich, aufgeschlossen zu bleiben, und sich nicht neuen Herausforderungen zu verschließen", sagt sie.

Auf den Bundesfreiwilligendienst in der Kultur ist Barthel durch eine Recherche im Internet aufmerksam geworden. "Ich dachte zunächst, dass so ein Freiwilligendienst nur für Jüngere ist, um sich auf den Beruf vorzubereiten", sagt sie. Auch hatte sie die Vorstellung, dass ein Freiwilligendienst ähnlich wie früher der Zivildienst nur im sozialen Bereich möglich sei. Doch die Er-kenntnis, dass auch die Kultur solche Angebote schafft, machte für sie einen Kindheitstraum wahr. "Ich habe mich schon immer sehr für frühgeschichtliche Themen interessiert und wollte als Kind tatsächlich Archäologin werden", erzählt Barthel. Sie entschied sich dafür, ein Arbeitsjahr in den Dienst der Kultur zu stellen.

Eine Eigenschaft, die sich Rita Barthel bis heute bewahrt hat, ist ihre Neugier. "Die Objekte, die ich hier kennen lerne, erzählen spannende Geschichten", sagt sie. Im Austausch mit den Kolle-ginnen und Kollegen lerne sie zudem viel über die Logistik in dem umfangreichen Fundarchiv. Die BFD-lerin fühle sich in der LWL-Archäologie sehr gut aufgehoben, da sie einerseits ihre bisherigen Berufserfahrungen gut in die Arbeit im Archiv einbringen kann, andererseits auch für sich selbst eine Möglichkeit gefunden hat, ihrem Arbeitsleben noch eine Facette hinzuzufügen.

Weitere Informationen
- Bewerbungen für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) bei den Zentralen Diensten: LWL-Archäologie für Westfalen, An den Speichern 7, 48157 Münster
- Ansprechpartnerin: Dr. Birgit Mecke, Sachgebietsleiterin Zentrales Fundarchiv, Telefon 0251/591-8839 oder birgit.mecke@lwl.org
- Die Regeldauer eines BFD beträgt 12 Monate (ein Schuljahr)
- Es wird ein monatliches Taschengeld in Höhe von 330 bis 400 Euro gezahlt, je nach Einsatzstelle und Arbeitszeitmodell (Vollzeit/Teilzeit)
- Bewerbungen können jederzeit eingereicht werden, das BFD-Bildungsjahr 2020/2021 startet zum 01. August 2020 und zum 01. September 2020



Pressekontakt:
Sarah Rütershoff, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-5400, presse@lwl.org
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Archäologie für Westfalen
Zentrale
An den Speichern 7
48147 Münster
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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