LWL-Newsroom

Mitteilung vom 28.02.20

Presse-Infos | Kultur

Totentanz und Himmelsreigen

LWL-Archäologiemuseum lädt zu Konzert des Kammermusikensembles Collegium vocale und instrumentale in die St.-Bonifatius-Kirche ein

Bewertung:

Herne (lwl). Im Rahmen der Sonderausstellung "Pest!" lädt das LWL-Museum für Archäologie in Herne am Samstag (21.3.) um 19 Uhr zu einem Orchester- und Chorkonzert in die St.-Bonifatius-Kirche ein. Das Collegium vocale und instrumentale Bochum zeigt das erfolgreiche Konzertprojekt "Totentanz und Himmelsreigen" in neuer Form. Gesprochen wird der Tod vom bekannten Bochumer Schauspieler Thomas Anzenhofer.

Das Bochumer Kammermusikensemble hat unter der Leitung von Hans Jaskulsky den "Totentanz" des deutschen Komponisten und Kirchenmusikers Hugo Distler neu interpretiert. Ergänzt wird das Stück um Werke zu Tod und Erlösung der Komponisten Johann Hermann Schein, Paul Hindemith, Robert Schumann, Johannes Brahms, Michael Praetorius, Petr Eben und Heinrich Poos. Entstanden ist ein einzigartiges Programm über "Totentanz und Himmelsreigen" für Chor, Flöte, Rezitation, Streichquintett und Orgel.

Eine moderne Version des Totentanzes findet sich auch in der Sonderausstellung "Pest!" im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Über Jahrhunderte hinweg ist der Totentanz, also die Macht des Todes über das Leben, mit der lebensbedrohlichen Seuche eng verbunden. Die zeitgenössische Totentanz-Installation von Claudia Pomowski ist daher Dreh- und Angelpunkt der Pest-Ausstellung. Das zehn Meter lange und fünf Meter hohe Monumentalbild zeigt historische Motive mit modernen Mitteln. So stimmt ein Besuch der Pest-Ausstellung die Besucher auf das Konzert ein.

Tickets sind ab sofort im LWL-Museum für Archäologie erhältlich. Der Eintrittspreis beträgt 3 Euro.

Zur Komposition des Collegium vocale und instrumentale Bochum
"Totentanz" und "Himmelsreigen" sind ein gegensätzliches, aber keineswegs zufällig aufeinander bezogenes Begriffspaar der christlichen Tradition. Instrumentale und vokale Musik von Johann Hermann Schein und Paul Hindemith bereiten die Thematik des Totentanzes aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven vor. Robert Schumann und Johannes Brahms haben das geistliche Volkslied "Es ist ein Schnitter, heißt der Tod" auf sehr unterschiedliche Weise vertont.

Inspiriert vom Lübecker Totentanz schuf Hugo Distler seinen gleichnamigen Zyklus. Er besteht aus 14 Chorsprüchen a cappella nach Texten von Angelus Silesius. Eine Variationenfolge für Soloflöte über das Lied "Es ist ein Schnitter, heißt der Tod" fügte Distler später hinzu. Zwei instrumentale Tanzsätze des Typus "Bransle gay" von Michael Praetorius dienen dem Darsteller von Spielmanns Tod und seinem Flötisten als Ein- und Auszugsmusik.

Mit der Improvisation einer Choralfantasie im romantischen Stil über "O Licht der wunderbaren Nacht" wendet sich das Blatt von der Todestanzthematik hin zum seligen Reigen der Erlösten. In der Folge heben sich instrumentale Tanzsätze und durch beschwingte Tanzrhythmen geprägte Gesänge von Johann Hermann Schein und Petr Eben voneinander ab. Der dreistimmige "Kanon perpetuum" von Heinrich Poos beschließt das Programm. Damit wird die Harmonik des Kanons zum Sinnbild des sich öffnenden Himmels, in dessen Unendlichkeit und Ewigkeit die Erlösten aufgenommen werden.


Weitere Ausführende:
Thomas Anzenhofer: Rezitation, Arne Klinger: Flöte, Gereon Führ: Bratsche, Markus Breker: Orgel


Termin
Samstag, 21.3.2020 um 19 Uhr: Totentanz und Himmelsreigen"
Orchester- und Chorkonzert in der St. Bonifatius-Kirche, Glockenstraße 7, 44623 Herne Eintritt: 3 Euro


Mehr Infos: http://www.lwl-landesmuseum-herne.de
LWL-Museum für Archäologie, Europaplatz 1, 44623 Herne, Tel. 02323 94628-0



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Dr. Carolin Steimer, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-3504
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Museum für Archäologie Herne
Westfälisches Landesmuseum
Europaplatz 1
44623 Herne
Karte und Routenplaner



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


Der LWL auf Facebook:
https://www.facebook.com/LWL2.0






Ihr Kommentar




zur Druckansicht dieser Seite

zu den aktuellen Presse-Infos