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Mitteilung vom 21.02.20

Presse-Infos | Kultur

Countdown zur neuen Sonderausstellung läuft

LWL-Museum in der Kaiserpfalz ist vom 2. März bis 8. Mai wegen Umbauarbeiten geschlossen

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Paderborn (lwl). Noch bis zum 1. März (Sonntag) ist das Museum in der Kaiserpfalz des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Paderborn geöffnet. Dann beginnen die Umbauarbeiten zur neuen Sonderausstellung "Leben am Toten Meer" über Archäologie aus dem Heiligen Land. Bis dahin haben die Besucher Gelegenheit, die Paderborner Königspfalzen und den Quellkeller sonntags in einer Themenführung oder auf eigene Faust zu entdecken.

"Wenn die mehr als 350 Funde Ende April kommen, muss alles bereit sein", erklärt Dr. Martin Kroker, Leiter des LWL-Museums in der Kaiserpfalz. Bis dahin sei viel zu tun. "Die Dauerausstellung muss teilweise abgebaut und die große Aula freigeräumt werden, um Platz für die rund 80 neuen Vitrinen zu schaffen." Diese wurden zum großen Teil extra für die archäologischen Funde vom Toten Meer angefertigt und stehen aktuell noch im Staatlichen Museum für Archäologie in Chemnitz, wo die Sonderausstellung bis zum 17. April läuft.

"Außerdem freuen wir uns, dass wir einige neue Funde zeigen können, die in Chemnitz nicht zu sehen waren", so Kroker. "Auch der Ausstellungsaufbau und die Gestaltung sehen bei uns anders aus." Das liege an den besonderen Räumen der Kaiserpfalz. "Unsere große Aula ist für jeden Ausstellungsgestalter eine Freude, aber auch eine große Herausforderung", so Kroker. "Wegen der hohen Wände ist der Aufbau der neuen Sonderausstellung hier besonders anspruchsvoll." Hinzu komme, dass die Exponate vom Toten Meer extrem lichtempfindlich sind - gerade die Textilien. Die Fenster in der Aula und die Zugänge müssen komplett abgedeckt werden. Der riesige Kronleuchter hingegen werde integriert.

Kroker: "Im Zwischengeschoss muss Karl der Große weichen." Im Untergeschoss wird der neue Bereich zur Stadtarchäologie auch während der Sonderausstellung zugänglich sein. Der Quellkeller aber bleibt geschlossen, um für die empfindlichen Exponate eine gleichbleibende Raumtemperatur zu gewährleisten. Er kann jedoch weiterhin nach Absprache besichtigt werden.

Themenführungen durch die Dauerausstellung bis zur Schließung
Am Sonntag (23.2.) begeben sich die Teilnehmenden der Führung "Europa zu Gast im Palast" für Familien und Kinder ab acht Jahren auf europäische Spurensuche in die Paderborner "Karlsburg". Als eine von zahlreichen Stützpunkten Karls des Großen spielten sich hier seit dem 8. Jahrhundert nicht nur westfälische, sondern auch welthistorische Ereignisse ab, wenn Gesandte, Bischöfe und sogar der Papst zu Gast waren. Wie prägten diese Ereignisse und der Kontakt in alle Winkel Europas das Alltagsleben der Menschen damals wie heute?

Am ersten Sonntag im März (1.3.) steht um 15.00 Uhr die Pfalz Karls des Großen im Mittelpunkt. Ein Rundgang durch die Ausstellung und die karolingische Pfalz lässt die frühmittelalterliche Geschichte dieses Ortes wieder lebendig werden. Im Mittelalter reisten die Könige von Ort zu Ort, um das Reich zu verwalten, Recht zu sprechen oder sich mit Beratern und Gesandten zu treffen. Ein Netz von Stützpunkten - die Pfalzen - diente dem Herrscher und seinem Gefolge als zeitweilige Unterkunft. Unter ihnen nahm Paderborn als die Burg Karls des Großen im neu eroberten sächsischen Gebiet eine besondere Stellung ein.

Sonderausstellung "Leben am Toten Meer"
Bis zu 12.000 Jahre alte Funde eines einzigartigen Kulturraums zeigt die Sonderausstellung "Leben am Toten Meer" über Archäologie aus dem Heiligen Land, die vom 8. Mai bis 11. Oktober im LWL-Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn zu sehen ist. Die umfassende Schau im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ist mit 350 Exponaten europaweit die erste, die sich mit mehr als nur einem Teilaspekt dieser scheinbar lebensfeindlichen Region befasst.

Archäologische Fundstätten wie Jericho, Masada und Qumran sind weltberühmt. Das LWL-Museum in der Kaiserpfalz zeigt die Funde dieser Kulturlandschaft erstmals als Ganzes. Das Themenspektrum reicht von Natur und Umwelt über Wellness und Besiedelung bis hin zu Macht und Religion.

Termine im Überblick

Sonntag, 23. Februar 2020
15 Uhr: Europa zu Gast im Palast
Führung für Erwachsenen und Kinder ab 8 Jahren

Sonntag, 1. März 2020
15 Uhr: Die Pfalz Karls des Großen
Führung für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren


Informationen unter:
http://www.lwl-kaiserpfalz-paderborn.de
https://de-de.facebook.com/museuminderkaiserpfalz/
https://www.instagram.com/lwl_kaiserpfalzmuseum/



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Dr. Carolin Steimer, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-3504
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
Museum in der Kaiserpfalz
Ikenberg 2
33098 Paderborn
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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