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Mitteilung vom 17.02.20

Presse-Infos | Kultur

Bunte Himmelsleiter strahlt im weißen Museumsfoyer

LWL-Museum für Kunst und Kultur zeigt monumentale Skulptur von Sean Scully

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Münster (lwl). Bis vor kurzem war die Skulptur "Opulent Ascension" des irisch-amerikanischen Künstlers Sean Scully noch auf der Biennale in Venedig zu sehen, nun steht sie im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster. Vier Wochen lang, bis zum 15. März, können die Besucher das zehn Meter hohe und 5.570 Kilogramm schwere Werk erleben. Der Eintritt ist frei.

34 ineinander gesteckte und mit Filz bespannte Holzrahmen leuchten in Grün- und Ockerfa-ben, Blau- und Rottönen im weißen Museumsfoyer. "Es freut mich sehr, dass wir erneut ein Werk von Sean Scully im Kunstmuseum des Landschaftsverbandes zeigen dürfen. Erst die Turner-Ausstellung, jetzt der 'opulente Aufstieg' - das lässt unser Haus strahlen", so die LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger.

Sean Scully und die Galerie aus Berlin, die den Künstler in Deutschland vertritt, kontaktierten das Museum Ende vergangenen Jahres mit der Idee, 'Opulent Ascension' erstmalig nach der Venedig Biennale in Münster zu zeigen. "Durch die Ausstellung ,Sean Scully. Vita Duplex', im Frühjahr und Sommer 2019 hat sich eine enge Bindung zwischen dem Künstler und dem Haus entwickelt", so Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold. Von der Idee sei er sofort begeistert gewesen und setzte gemeinsam mit der Kuratorin Dr. Tanja Pirsig-Marshall den Plan um, die Installation kurzfristig zu realisieren. Zunächst musste geprüft werden, ob die Traglast des Foyers für die schwere Skulptur ausreicht.

Scully selbst vergleicht "Opulent Ascension" (deutsche Übersetzung: "Opulenter Aufstieg") mit der biblischen Jakobsleiter: "I want to make available the journey from the spiritual to the phy-sical, and from the physical to the spiritual." ("Ich möchte die Reise vom Geistigen zum Physi-schen und vom Physischen zum Geistigen erfahrbar machen.") Die Basilica di San Giorgio Maggiore vor Venedig, für die Scully die Skulptur 2019 angefertigt hat, hatte die transzendentale Dimension des Werkes verstärkt.

Sean Scully, 1945 in Dublin geboren und in London aufgewachsen, ist einer der international wichtigsten Protagonisten der abstrakten Kunst. Neben der Malerei bilden Skulpturen heute einen wesentlichen Bestandteil seines kreativen Schaffens. Seit vergangenem Jahr und noch bis Ende März steht vor dem Museumseingang am Domplatz in Münster Scullys Stahl-Skulptur "Moor Shadow Stack", die dort passend zur Ausstellung "Vita Duplex" aufgestellt wurde und ebenfalls noch bis Mitte März zu sehen ist

"Opulent Ascension" kann während der Öffnungszeiten des Foyers, dienstags bis sonntags von 10 Uhr bis 20 Uhr, besucht werden. Zudem beantworten die Kunstvermittlerinnen des Hauses dienstags bis freitags von 11 Uhr bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 12 Uhr bis 16 Uhr Fragen rund um das Kunstwerk.



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Nora Staege, Telefon 0251 5907-311, presse.museumkunstkultur@lwl.org
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Museum für Kunst und Kultur
Tel.: 0251 5907-210
Domplatz 10
48143 Münster
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Kommentar(e)

carl maria schulte18.02.2020 10:16
sean scully thematisiert die beziehung zwischem physischem und spirituellem, ähnlich wie james lovelock in seinem buch NOVOZÄN zu hyperintelligenz. studien zeigen, wie direkte demokratie zum persönlichen glück beiträgt. das wusste wohl auch joseph beuys. aktuell wäre es geradezu himmlisch POWER TO THE PEOPLE (john lennon, patti smith) konkret umzusetzen. das tut unter anderem der politkünstler carl maria schulte mit seinem fotoalbum SOUVERÄN 2020 mit seinem aufruf zur einberufung einer bürger-verfassungsversammlung gemäss artikel 146 grundgesetz. schön, wenn seine fotoprints bald im LWL-Museum zu sehen sind! hätte die himmelsleiter die dimensionen eines würfels, könnte sie auch einen würfel symbolisieren - als zeichen fürs demokratische losverfahren ! bella ciao !


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