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Mitteilung vom 12.02.20

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Energieeffizient und ganzjährig zugänglich

Grundsatzbeschluss für das neue Eingangs- und Ausstellungsgebäude im LWL-Freilichtmuseum Detmold

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Vreden/Detmold (lwl). Der nächste Schritt auf dem Weg zu einem neuen Eingangs- und Ausstellungsgebäude im LWL-Freilichtmuseum Detmold ist gemacht: Der Kulturausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat den Grundsatzbeschluss zur Errichtung am Mittwoch (12.02.) in Vreden (Kreis Borken) befürwortet. Der LWL-Landschaftsausschuss entscheidet am 20. März abschließend über den Grundsatzbeschluss für das Bauprojekt mit einem Kostenrahmen von rund 37 Millionen Euro für das Gebäude, die Park- und Umfeldgestaltung.

In dem Neubau mit einer Nutzfläche von rund 3.100 Quadratmetern gäbe es erstmals in der Museumsgeschichte die Möglichkeit, große Sonderausstellungen und besondere Depotschätze zu zeigen. Außerdem will der LWL die angrenzende Parklandschaft neu strukturieren und mit einem neuen Weg die Anbindung an die Stadt Detmold verbessern. Vor dem Museumseingang soll ein allgemein zugänglicher Platz entstehen. "Das neue Gebäude bedeutet einen Quantensprung und unseren Einstieg in das Vollzeit-Freilichtmuseum. Denn mit dem neuen Gebäude kann das Museum künftig auch empfindliche Exponate zeigen und vor allem ganzjährig öffnen", sagt LWL-Direktor Matthias Löb. "Wir errichten das Gebäude mit dem Ziel, es möglichst CO2-neutral zu betreiben. Das ist im Museumsbereich einmalig, weil Museen aufgrund ihrer besonderen Klimaanforderungen grundsätzlich einen höheren Primärenergiebedarf haben als beispielsweise das private Eigenheim."

Im Sinne der ökologischen Ausrichtung des Museums will der LWL das Eingangs- und Ausstellungsgebäude als ein Modellprojekt für nachhaltiges Bauen mit zukunftsweisenden Technologien errichten. Um diese Ziele zu erreichen, läuft derzeit an der Technischen Hochschule OWL ein Forschungsvorhaben mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, das auf die Entwicklung von übertragbaren Entwurfs- und Planungsgrundlagen für energieeffiziente Museumsgebäude abzielt.

Das neue Gebäude soll neben einem Café auch museumspädagogische Angebote einbeziehen und als Veranstaltungsort dienen. "Die zukunftsorientierte Museumspädagogik mit Schülerlaboren, digitalen und inklusiven Angeboten soll insbesondere junge Menschen aktivieren und ganzjährige Angebote für Kitas, Schulen und Hochschulen bieten", so LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. "Mit diesem Gebäude schaffen wir einen multifunktionalen Ort der Vermittlung und Interaktion, ein Forum für alle Menschen, mit dem wir die Besucherbindung stärken und das Museum zum ganzjährig zugänglichen touristischen Höhepunkt machen. Darüber hinaus besteht die Absicht, das neue Gebäude zum Mittelpunkt eines Kompetenzzentrums zu machen, in dem gemeinsam mit Hochschulen Lösungsansätze für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität auf dem Land erarbeitet werden." In dem Gebäude soll es zudem einen sogenannten "open space", einen offenen Raum geben, der beispielsweise Schulklassen, Hochschulen und Bildungsgruppen die Möglichkeit gibt mit dem Museumspublikum zu interagieren. "Und auch der neu gestaltete Park wird die Lebensqualität und das Freizeitangebot in der Stadt weiter verbessern, denn er ist kostenlos zugänglich", so Rüschoff-Parzinger.

Hintergrund
Im November 2018 fand das Preisgericht des Architektenwettbewerbes statt. Die Jury hat den Entwurf von ACMS Architekten GmbH aus Wuppertal in Zusammenarbeit mit FSWA Landschaftsarchitektur, Düsseldorf, mit dem ersten Preis prämiert. Den Baubeschluss will der LWL im Juni fassen, sodass das Gebäude voraussichtlich in 2023 fertiggestellt sein wird und 2024 eröffnet werden kann. Ein Büro für Projektsteuerung und Kostenkontrolle sowie eine ausschussübergreifende Kommission sollen die Baumaßnahme begleiten.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Ruth Lakenbrink, LWL-Freilichtmuseum Detmold, Tel. 05231/706-110
presse@lwl.org



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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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