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Mitteilung vom 02.12.19

Presse-Infos | Kultur

Im Licht Italiens

LWL-Museum für Kunst und Kultur: Turners Reisen in den Süden

Bewertung:

Münster (lwl). Er gilt als Wegbereiter der Moderne und als Meister des Lichts und der Farbe: Joseph Mallord William Turner, der 1775 in einfachen Verhältnissen in London geboren wurde und dort 1851 als anerkannter und wohlhabender Künstler starb. Fast 20 Jahre nach der letzten großen Turner-Ausstellung in Nordrhein-Westfalen bringt das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster zusammen mit der Tate in London rund 80 seiner Werke nach Münster. Begleitend zur Ausstellung "Turner. Horror and Delight" (bis 26.1.2020) stellt das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die wichtigsten Werke des Landschaftsmalers vor.

Im Jahr 1819 reiste J. M. W. Turner erstmals, als bereits 44jähriger, reifer Mann, nach Italien. Bereits seit dem 16. Jahrhundert lockte das Land südlich der Alpen mit seinen historischen Altertümern und der arkadischen Idylle auch Künstler an. Auf seiner Route füllte Turner unzählige Skizzenbücher mit Ansichten der italienischen Landschaft und der Städte. Neben Gemälden, die die römische Campagna in ihrer Strahlkraft als Hauptmotiv haben, legt das LWL-Museum für Kunst und Kultur den Fokus auf Turners Aufenthalte in der Lagunenstadt Venedig. Hier entstanden einige der schönsten Aquarelle des Künstlers, der die venezianische Architektur zu dunstig-schwebenden Gebilden auflöste und der "Stadt im Wasser" ein atmosphärisch-zeitloses Denkmal setzte.

"Ich stand auf einer Brücke, einen Palast und ein Gefängnis zu jeder Hand", mit diesen Worten des britischen Dichters Lord Byron untertitelte Turner sein Gemälde, das die prominente venezianische Ansicht des Dogenpalastes und des Staatsgefängnisses, verbunden durch die Seufzerbrücke, zeigt. Turner knüpfte mit diesem Motiv nicht nur eine Verbindung zu italienischen Malern wie Canaletto, sondern erfüllte auch die Nachfrage an Ansichten solcher Sehnsuchtsorte.

"Turner. Horror and Delight" ist eine Kooperation mit der Tate Britain in London, die heute den künstlerischen Nachlass Turners verwaltet. Sind einige der Werke bereits im Herbst im Kunstmuseum Luzern zu sehen gewesen, ergänzt das LWL-Museum die Schau um Werke anderer Künstler und um den Themenschwerpunkt der Italienreise.


Alle Termine und Informationen zur Ausstellung
Turner. Horror and Delight (8.11.2019 - 26.1.2020)



Digitorial ®: Die digitale Tour mit Turner
Zum ersten Mal bietet das LWL-Museum für Kunst und Kultur zur Ausstellung ein Digitorial an. Die digitale Tour ermöglicht es, sich vor dem Besuch der Ausstellung auf das Thema vorzubereiten und multimedial in die Welt des Künstlers einzutauchen. Das Digitorial zu "Turner. Horror and Delight" ist in Kooperation mit Kunstmuseum Luzern entstanden. Entwickelt wurde es von maze pictures in Kooperation mit Städel Museum, Liebieghaus Skulpturensammlung und Schirn Kunsthalle Frankfurt: http://www.turner2019.de

Öffentliche Rundgänge (60 Min):
Mittwoch 14 Uhr
Donnerstag 16.30 Uhr
Freitag 15 und 18 Uhr
Samstag und Sonntag 11, 14, 16 und 18 Uhr

Begrenzte Teilnehmerzahl. Kostenfreie Teilnehmerkarten für öffentliche Rundgänge können 14 Tage vor dem jeweiligen Datum telefonisch (0251 5907-201) oder per Mail (besucherbuero@lwl.org) reserviert werden. Die Tickets können an dem Tag 30 Minuten vor Beginn an der Kasse abgeholt werden. Pro Person werden maximal zwei Teilnehmerkarten ausgegeben.

Lesungen und Vorträge

Turner zwischen Skizzenbuch, Leinwand und Druckgrafik

Anna Katharina Thaler, Konstanz
Donnerstag (5.12.) 19.30 Uhr
Auditorium, Eintritt 2 €

Cees Nooteboom: Lesung und Literaturgespräch
Montag (16.12.) 19.30 Uhr
Foyer, Eintritt 10 €

Turner und die Royal Academy of Arts
Dr. Gisela Bungarten (Kassel)
Donnerstag (9.1.) 19.30 Uhr
Auditorium, Eintritt 2 €

Erhabenheit als touristische Ur-Emotion. Turner und der Alpentourismus
Prof. Dr. Hasso Spode, Berlin
Donnerstag (16.1.) 19.30 Uhr
Auditorium, Eintritt 2 €

Zuschauer beim Schiffbruch. Über J.M.W. Turner als Marinemaler
Burkhard Spinnen, Münster
Donnerstag (23.1.2020) 19.30 Uhr
Foyer, Eintritt 5 €

Junge Nacht
Freitag (10.1.2020) 18 - 24 Uhr
Eintritt frei

Publikationen
Ausstellungskatalog (27 Euro)
Audioguide (2 Euro)
Mitmachheft (kostenlos)

Öffnungszeiten
Dienstag bis Donnerstag 9 bis 18 Uhr
Freitag bis Sonntag 10 bis 20 Uhr, am zweiten Freitag im Monat bis 24 Uhr

Eintritt (inklusive Sammlung)
13 Euro, ermäßigt 6,50 Euro, am zweiten Freitag im Monat frei ab 18 Uhr

Besucherservice
Telefon 0251 5907 201
besucherbuero@lwl.org

in Kooperation mit Tate, London

http://www.lwl-museum-kunst-kultur.de
http://www.turner2019.de

#lwlmkk
#jmwturner
#horroranddelight



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Claudia Miklis, LWL-Museum für Kunst und Kultur, Telefon: 0251 5907-168, presse.landesmuseum@lwl.org.
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Museum für Kunst und Kultur
Westfälisches Landesmuseum
Domplatz 10
48143 Münster
Karte und Routenplaner



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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