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Mitteilung vom 25.11.19

Presse-Infos | Jugend und Schule

"Eigenständige Jugendpolitik" - Kreis Lippe und LWL-Landesjugendamt Westfalen unterzeichnen ersten Kooperationsvertrag

Jugendliche beteiligen sich an der Erarbeitung des Kinder- und Jugendförderplanes des Kreises

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Blomberg (lwl). "Mit dem heutigen Abend setzt der Kreis Lippe das Recht auf Partizipation in die kommunale Praxis um", begrüßte Jugenddezernentin Birgit Westers vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die Teilnehmer der Jugendkonferenz im Kreis Lippe am Freitag (22.11.) im Jugendzentrum Blomberg. Westers unterzeichnete gemeinsam mit Karl-Eitel John, Jugendamtsleiter des Kreises Lippe, den ersten Kooperationsvertrag im Rahmen des landesweiten Projekts "Eigenständige Jugendpolitik in kommunaler Verantwortung". Der Kreis Lippe gehört zu den ersten fünf Kommunen in Westfalen-Lippe, die in dem Projekt mitarbeiten.

Die Landschaftsverbände Westfalen-Lippe (LWL) und Rheinland (LVR) führen das Projekt gemeinsam mit dem NRW-Kinder- und Familienministerium durch. Bis Ende 2021 fördert das Projekt landesweit 50 Kommunen in NRW, die die jugendpolitische Mitwirkung von Jugendlichen an kommunalpolitischen Fragen weiterentwickeln wollen.

"In dem Praxisprojekt Eigenständige Jugendpolitik werden wir unsere Mitbestimmungsmöglichkeiten in den Gemeinden gemeinsam mit den Jugendlichen weiterentwickeln und Jugendbeteiligung noch stärker als bisher schon als Querschnittsaufgabe verankern. Die Mitarbeit der Jugendlichen am zukünftigen Kinder- und Jugendförderplan bei unserer heutigen Jugendkonferenz hat sich dabei als wichtiger Meilenstein herausgestellt", erläuterte John die Projektziele des Kreisjugendamts Lippe.

"Uns ist es wichtig, dass die beteiligten Städte und Kreise die jugendpolitische Strategie vor Ort in eigener Verantwortung steuern und mit den Jugendlichen gemeinsam Schwerpunkte und Akzente setzen", erklärt Westers. "Als LWL-Landesjugendamt unterstützen wir die Jugendämter und Jugendhilfeausschüsse und bauen ein Netz aus Städten und Kreisen in NRW auf, die sich für Jugendpolitik engagieren. Uns ist es dabei wichtig, die Erfahrungen landesweit zu bündeln und daraus Erfolgsfaktoren einer beteiligungsorientierten Jugendhilfe zu entwickeln", so Westers weiter. Neben der Beratung durch die LWL-Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung NRW, organisiert der LWL passgenaue Fortbildungsangebote und den Erfahrungsaustausch zwischen den Kommunen. Das Land fördert außerdem lokale Beteiligungsaktivitäten junger Menschen in jeder teilnehmenden Kommune mit bis zu 3.000 Euro.

Hintergrund:
Der Kreis Lippe ist einer der ersten fünf Kommunen in Westfalen-Lippe, die im Projekt mitarbeiten. Darüber hinaus sind die Stadt Ahaus, die Stadt Bielefeld, die Stadt Hagen und der Kreis Steinfurt in Westfalen-Lippe mit dabei. Die Mitwirkung an dem Praxisprojekt steht allen Jugendämtern in NRW offen. Ab 2020 können weitere Jugendämter einsteigen. Jugendämter können sich an die Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung beim LWL-Landesjugendamt wenden (Tel.: 0251 591-5378), http://www.jugendbeteiligung-in-nrw.de.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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