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Mitteilung vom 30.10.19

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Atlas von Westfalen 6: Kohlenwasserstoffe im Münsterland

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Westfalen (lwl). Das Münsterländer Kreidebecken ist das größte zusammenhängende Sedimentbecken Deutschlands. Gemeinsam mit den Sedimenten wurden große Mengen an organischem Material abgelagert, die nachfolgend zu Kohlenwasserstoffen (Erdgas, Erdöl und Naturasphalt) umgebildet wurden.
In einer umfassenden Recherche haben Fachleute der Hochschulen und des Geologischen Dienstes NRW alle bekannten Kohlenwasserstoff-Vorkommen im Münsterland zusammengetragen. Die Ergebnisse hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) jetzt unter dem Titel "Kohlenwasserstoffe im Münsterland" als sechsten Band des "Atlas von Westfalen" herausgegeben.

Die Münsterländer Kohlenwasserstoffe weisen eine unterschiedliche chemische Zusammensetzung und Konsistenz auf. Diese Vorkommen wurden teilweise zufällig entdeckt, aber auch durch gezielte Bohrungen erkundet bzw. erschlossen, so zum Beispiel im Großraum Ascheberg. Die Ausbeute der Kohlenwasserstoffe ist dabei sehr unterschiedlich. Asphalt- und Erdölvorkommen sind nach jetzigem Kenntnisstand nur vereinzelt vorhanden und wenig ergiebig, so z. B. die Vorkommen in Darfeld (Kreis Coesfeld). "Dagegen stellen die Kohlenwasserstoffe aus den Schichten des Karbons ein Reservoir dar, das eine flächige Nutzung ermöglicht", sagt Prof. Dr. Wilhelm Georg Coldewey vom Institut für Geologie und Paläontologie der Universität Münster. "Die Vorkommen von Methan in der Emscher-Formation können unter Umständen von lokaler Bedeutung sein. Während der südliche Teil des Münsterländer Kreidebeckens hinsichtlich der Methan-Vorkommen teilweise gut untersucht ist, bedarf es weiterer Erkundungen im nördlichen Bereich des Münsterlandes."


W. G. Coldewey, M. Dölling, I. Hollenbeck, Ch. Melchers, D. Wesche:
Kohlenwasserstoffe im Münsterland

Atlas von Westfalen, Bd. 6
Hg. v. d. Geographischen Kommission für Westfalen
32 Seiten, mit Abbildungen, Karten und Fotos, eine Kartenbeilage, gebunden
ISBN 978-3-402-14975-1, 9,95 Euro


Hintergrund:
Der "Atlas von Westfalen" verfolgt seit 2017 das Ziel, eine moderne Landeskunde in Karten, Abbildungen, Fotos und Texten über den Landesteil Westfalen aufzubauen. Er schließt damit an einen Vorläufer aus den 1980er Jahren an, den "Geographisch-landeskundlichen Atlas von Westfalen". Dieser war der erste Regionalatlas der Bundesrepublik Deutschland und erschloss den Raum Westfalen.
Mit dem neuen Atlaswerk verdeutlicht die Geographische Kommission für Westfalen, was die moderne Geographie heute über die herkömmliche Landeskunde hinaus zum Verständnis von Natur- und Kulturraum beiträgt.

Bislang sind folgende Bände erschienen:
Fließgewässer in Westfalen (2017)
Stiftungen in Westfalen (2018)
Mineralölwirtschaft in Westfalen (2019)
Schifffahrtskanäle in Westfalen (2019)
Kohlenwasserstoffe im Münsterland (2019)
Naturschutzflächen in Westfalen (2019, in Druckvorbereitung)



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



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Geographische Kommission für Westfalen
Heisenbergstraße 2
48149 Münster
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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