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Mitteilung vom 10.10.19

Presse-Infos | Kultur

Rohstoffe aus dem Meer

Vortrag im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall

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Witten (lwl). Egal ob Smartphones, Solarzellen oder Stromkabel - für beinahe jede Technik werden Metalle benötigt. Bisher werden sie nur auf den Kontinenten gefördert. Doch die Weltbevölkerung wächst, die Nachfrage nach mineralischen Rohstoffen steigt. Deshalb werden auch Lagerstätten in den Ozeanen interessanter. Beginnt der Wettlauf um Erze aus der Tiefsee? Über die Chancen und Risiken eines zukünftigen Abbaus in der Tiefsee" spricht am Donnerstag (17.10.) ab 18.30 Uhr Dr. Sven Petersen vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Zu dem Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung "Raubbau - Rohstoffgewinnung weltweit" (bis zum 15. Dezember) lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe in sein Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten ein.

Nach vielen Jahren der Stagnation hat das Interesse an mineralischen Rohstoffen aus dem Meer in den letzten Jahren wieder deutlich zugenommen. "Dies ist zum Teil auf steigende Rohstoffpreise in den letzten Jahren zurückzuführen", erklärt der Meeresgeologe Petersen. "Aber auch die rezenten Engpässe in der Versorgung mit Seltenen Erden haben dazu beigetragen, dass alternative Bezugsquellen für die sichere Rohstoffversorgung der Industrie gesucht werden." Auch der Anstieg der Weltbevölkerung auf geschätzte 9,7 Milliarden Menschen in 2050 und die daraus resultierenden Landnutzungskonflikte (Raum zum Leben, Nahrung, Rohstoffe) beleben die Diskussion um eine stärkere Nutzung mariner Rohstoffe.
"Zu den möglichen Rohstoffen zählen dabei insbesondere die Manganknollen der Tiefsee, die kobaltreichen Mangankrusten entlang der Flanken submariner Gebirgszüge und die Massivsulfide, die sich in Bereichen vulkanischer Aktivität an den Plattengrenzen in den Ozeanen bilden", so Petersen. Aber auch die küstennahen Bereiche der Kontinentalränder könnten, neben Sand und Kies, größere Vorkommen an Metallen aufweisen.
Der Vortrag stellt die verschiedenen Rohstoffe vor, zeigt den derzeitigen Stand ihrer Erkundung, die mögliche Bedeutung für unsere zukünftige Rohstoffversorgung sowie die mit einem möglichen Abbau verbundenen Risiken. Er zeigt aber auch, dass jeder von uns seinen Umgang mit Rohstoffen hinterfragen sollte.
Im nächsten Vortrag "Bergbau - Raubbau?" am Donnerstag (7.11) um 18.30 referiert Dr. Volker Wrede vom Geologischen Dienst NRW über die Nachhaltigkeit des Rohstoffabbaus.

Der Eintritt ist frei. Parkplätze sind auf dem Gelände vorhanden.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Mona Neugebauer, LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall, Tel. 02302 93664-20
presse@lwl.org



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Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Nachtigallstr. 35
58452 Witten
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