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Mitteilung vom 20.09.19

Presse-Infos | Kultur

Schillernder Kaiser "Rotbart"

Barbarossa-Ausstellung im LWL-Museum und in Schloss Cappenberg kündigt sich an

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Münster/Selm. Anlässlich des 900. Geburtstages des berühmten Stauferkaisers Friedrich I. "Barbarossa" (1122-1190) zeigt das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster ab Oktober 2022 (bis Februar 2023) eine große internationale Sonderausstellung. Die schillernde Figur des Kaisers "Rotbart", der als schwäbischer Herzogssohn seit 1155 als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation die Geschicke Europas lenkte, steht im Zentrum der Schau "Barbarossa. Ein europäischer Herrscher und die Kunst seiner Zeit", die sich auf zwei Standorte verteilt: das Kunstmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und Schloss Cappenberg bei Selm.

Im Schloss Cappenberg, das zurzeit in Teilen umgebaut wird und voraussichtlich 2021 wiedereröffnet, veranstaltet der "Rotary Club Selm - Kaiser Barbarossa" am Freitag und Samstag (27. und 28.9.) eine Tagung zum sogenannten Cappenberger Barbarossakopf, dem berühmten vergoldeten Bronzekopf aus der Zeit um 1160, der lange Zeit als Bildnis des Staufers galt.

Die Kuratorin der "Barbarossa-Ausstellung", Dr. Petra Marx vom LWL-Museum für Kunst und Kultur, wird am 27. September um 17.30 Uhr den Tagungsteilnehmenden das Konzept der Ausstellung vorstellen. Schloss Cappenberg, Außenstelle des LWL-Museums für Kunst und Kultur, markiert in der Ausstellung den historischen Ort, der durch kostbare Schenkungen des Herrschers direkt mit seiner Person verbunden ist.

Das LWL-Museum widmet sich in einem breiten kulturgeschichtlichen Überblick dem um Machtausgleich bemühten Politiker, tiefgläubigen Christen, streitbaren Ritter und potenten Kunstförderer Barbarossa. Mit den Augen des Kaisers, der 1190 während des dritten Kreuzzugs in Anatolien ertrank, wirft die Ausstellung einen Blick auf das 12. Jahrhundert: Zahlreiche Städte werden gegründet und gelangen rasch zu wirtschaftlicher und kultureller Blüte, an den neu gegründeten Universitäten diskutieren Gelehrte aus den verschiedensten Ländern über Theologie, Philosophie und Naturwissenschaften. Der kulturelle Transfer kennt keine Grenzen und führt zu einer fruchtbaren Verschmelzung antiken, abendländischen und orientalischen Kulturgutes.

In der Ausstellung bilden der Cappenberger Kopf und die Taufschale des Kaisers die zentralen Kunstwerke, die direkt mit der Person Barbarossa verknüpft sind. Der künstlerische Reichtum dieser Epoche spiegelt sich auch in anderen Exponaten der Ausstellung wider: in arabischen Elfenbeinskulpturen aus Sizilien, mit Emails geschmückten Reliquiaren aus dem Rheinland und kunstvoll geformten vergoldeten Bronzeskulpturen aus Niedersachsen. Hochrangige Werke aus der eigenen Sammlung ist zum Beispiel das Soester Antependium, eine Altartafel, die der Kölner Erzbischof, ein wichtiger Vertrauter Barbarossas, dem Soester Walburgisstift schenkte.



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Claudia Miklis, LWL-Museum für Kunst und Kultur, Telefon: 0251 5907-168, presse.landesmuseum@lwl.org.
presse@lwl.org



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