LWL-Newsroom

Mitteilung vom 15.07.19

Presse-Infos | Maßregelvollzug

LWL-Maßregelvollzugsklinik begegnet Fachkräftemangel

Personalentwicklerin stellt Klinikbeirat neues Jobportal vor

Bewertung:

Haldem/Münster (lwl). "Der Fachkräftemangel im ärztlich-therapeutischen Bereich und in der Pflege wird eine der größten Herausforderungen für unsere Klinik in den kommenden Jahren", sagt Barbara Steinmeyer, kaufmännische Direktorin der LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem in Stemwede (Kreis Minden-Lübbecke). "Noch bekommen wir alle Stellen besetzt, was auch daran liegt, dass wir als Arbeitgeber in der Region einen guten Ruf haben. Aber schon jetzt gibt es auf dem Markt mehr Stellenangebote als mögliche Arbeitnehmer."

Dem drohenden Fachkräftemangel tritt die Klinik mit gezielten Maßnahmen der Personalsicherung und -gewinnung entgegen. Diese stellte die Personalentwicklerin der Klinik, Stefanie Rüschenschmidt, am Dienstag den Mitgliedern des Klinikbeirates vor.

Ein zentraler Baustein ist das neue Jobportal des LWL-Maßregelvollzuges, auf das auch die LWL-Klinik in Haldem setzt, um Bewerber auf sich aufmerksam zu machen. "Das Jobportal ist ein großartiges Mittel, Berufsbilder im Maßregelvollzug lebendig zu zeigen und dem unbegründeten negativen Image des Berufsfeldes Forensische Psychiatrie entgegen zu wirken."

In kurzen Filmen und Statements berichten Beschäftigte aus unterschiedlichen Berufsgruppen der LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem von ihren Erfahrungen und zeigen ihren Arbeitsalltag. Unter http://www.jobs-lwl-massregelvollzug.de finden interessierte Fachkräfte zudem alle Stellenangebote aus den forensischen Kliniken des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).

Wichtig sei auch die direkte Kontaktaufnahme zu Berufsanfängern. "Wir kooperieren daher mit Krankenpflegeschulen und bieten den Einrichtungen Informationstage mit Führungen durch die Klinik an", erklärt Rüschenschmidt. Die angehenden Gesundheits- und Krankenpfleger lernen so konkret das Arbeitsfeld Maßregelvollzug kennen, können mit Mitarbeitern sprechen und erste Eindrücke über den Arbeitsalltag einer forensisch-psychiatrischen Klinik sammeln." Und das Konzept gehe auf: "Die ersten Bewerber haben wir darüber bereits anziehen können."

Darüber hinaus setzt die Klinik auf eine nachhaltige familienbewusste Personalpolitik. "Ein individueller Wiedereinstieg nach der Elternzeit und flexible Arbeitszeitgestaltung sind bei uns seit Jahren gelebte Praxis", sagt Rüschenschmidt. Familienfreundliche Angebote seien heute immer wichtiger.

Barbara Steinmeyer: "Die Beschäftigten sind die wichtigste Ressource unserer Klinik, die wir nicht nur fördern, sondern auch unterstützen und schützen." So gebe es etwa als Teil des betrieblichen Gesundheitsmanagements kostenlose Yogakurse, preiswerte Massageangebote, kostenlose Wasserspender und frisches Obst. Zudem können die Mitarbeiter über die klinikeigene Gärtnerei Biolandgemüse zu fairen Preisen erwerben.

Hintergrund
Die LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem ist ein Fachkrankenhaus für suchtkranke Straftäter mit derzeit 183 stationären Therapieplätzen. Rechtsgrundlage für die Aufnahme ist eine gerichtliche Verurteilung nach Paragraf 64 Strafgesetzbuch zu einer "Maßregel der Besserung und Sicherung". Neben einer gesicherten Aufnahmestation, mehreren gesicherten Therapiestationen und sowie einer forensischen Nachsorgeambulanz gibt es auch Außenwohngruppen.

Die LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem hat derzeit rund 310 Mitarbeiter, die zum größten Teil alle aus der Region stammen, und steht als eine von derzeit sechs Maßregelvollzugskliniken in der Trägerschaft des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).



Pressekontakt:
Bianca Hannig, LWL-Maßregelvollzug, 0251 591-3476 und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem
Haldemer Str. 79
32351 Stemwede
Karte und Routenplaner



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


Der LWL auf Facebook:
https://www.facebook.com/LWL2.0






Ihr Kommentar




zur Druckansicht dieser Seite

zu den aktuellen Presse-Infos