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Mitteilung vom 08.07.19

Presse-Infos | Kultur

Schrott

LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen

Bewertung:

Hattingen (lwl). Gerd Mittendorf fotografiert aus Leidenschaft - sein favorisiertes Motiv ist "Schrott". Unter diesem Titel präsentiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ab Freitag (12.7.) eine Fotoausstellung in seinem Industriemuseum Henrichshütte Hattingen. Im Sheddach-Gebäude sind 48 Fotografien des Fotografen zu sehen, der in Radevormwald lebt und arbeitet.

Bei seiner Fotografie setzt Mittendorf vor allem auf Effekte, die durch verschiedene äußere Bedingungen wie Regen, Sonne und unterschiedliche Lichtverhältnisse entstehen. Dabei investiert Mittendorf viel Zeit in eine Aufnahme. Eine Nachbearbeitung seiner Bilder lehnt er ab. "Authentizität bleibt für mich etwas Grundsätzliches. Erzeugen auch durch Weglassen gilt in meiner Fotografie", erklärte der Fotograf am Montag (8.7.) bei der Vorstellung der Ausstellung in Hattingen.

Die Werke wirken mal abstrakt, mal meint der Betrachter ihm vertraute Formen zu erkennen. Vom Zufall arrangiert, von Mittendorf entdeckt, erscheinen Landschaften, Gesichter oder Fabelwesen. So naheliegend der Titel der Ausstellung - "Schrott" - demnach ist, so fordert er doch ein gewisses Maß an Humor. "Den bringt Gerd Mittendorf ohne Zweifel mit", so LWL-Museumsleiter Robert Laube.


Biografisches
Gerd Mittendorf, 1939 in Remscheid geboren, ist dem Medium Fotografie verfallen, seit er mit elf Jahren eine "Bilora-Blitzbox" geschenkt bekam. Im väterlichen Fotolabor lernte er die Grundlagen der Fotochemie und richtete sich später auch ein eigenes Labor ein. Seit seiner Ausbildung an der Technischen Schule der Bundeswehr 1958 beschäftigt sich Gerd Mittendorf auch professionell mit der Fotografie. Gegenstand seiner Arbeit war die "Bild-Flugaufklärung". In diesem Kontext lernte er die gesamte Fototechnik bis Mittel- und Großformat sowie die Arbeit im Labor kennen. Die letzten 20 Jahre seiner Berufstätigkeit war er verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Schwelm und arbeitete im Vorstand des dortigen Verkehrsvereins. Auf seine Initiative hin wurde 1976 die "Schwelmer Rathaus-Galerie" eingerichtet, die bis heute aktiv ist. Die Fotografie begleitet Mittendorf bis heute, früher als freier Mitarbeiter etwa der Sportbildagentur "Horstmüller" oder bei der NRZ, stetig mit Veröffentlichungen in diversen Medien und seit 1971 mit zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen.

Eröffnung
Bei der Eröffnung am Freitag (12.7.) um 19 Uhr gibt Kulturjournalistin Dr. Anne-Kathrin Reif eine Einführung in das fotografische Werk Gerd Mittendorfs. Der Abend wird musikalisch begleitet vom Martin Zobel Trio. Der Eintritt ist frei.


Schrott. Fotografien von Gerd Mittendorf
12. Juli bis 22. September 2019
LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
Geöffnet Di-So 10-18 Uhr
http://www.lwl-industriemuseum.de



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Robert Laube, LWL-Industriemuseum, Telefon: 02324 9247-0
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Werksstr. 31-33
45527 Hattingen
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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