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Mitteilung vom 12.04.19

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Montanarchäologie im Harz

Vortrag im LWL-Museum für Archäologie in Herne

Bewertung:

Herne (lwl). Bergbau ist keine Erfindung der Moderne. Schon lange vor dem Industrie-Zeitalter haben Menschen in Europa unter Tage Rohstoffe abgebaut. Eine Jahrtausende alte Bergbautradition hat vor allem der Harz. Die Archäologin Dr. Katharina Malek berichtet in einem öffentlichen Vortrag im Archäologiemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Herne am Donnerstag (18.4.) um 19 Uhr über ihre mehrjährigen Forschungen in dem Mittelgebirge.

Seit 2010 graben die Wissenschaftlerinnen am Rammelsberg bei Goslar, wo im Mittelalter Kupfererz bergmännisch abgebaut wurde. Dank guter Bodenbedingungen haben sich hier große hölzerne Konstruktionen erhalten, aber auch ganz kleine Dinge wie Haselnussschalen. Unter Tage untersucht das Team um Katharina Malek zusammen mit ihren Forschungspartnern Spuren des alten Bergbaus.

Der Vortrag beleuchtet auch die Oberharzer Wasserwirtschaft, die weltweit das größte vorindustrielle Energieversorgungssystem darstellt und daher zusammen mit der Altstadt von Goslar und dem Erzbergwerk Rammelsberg zum UNESCO- Weltkulturerbe zählt. Vor über 800 Jahren legten Mönche erste Wasserleitsysteme an, um die Wasserkraft für den Bergbau in der Region nutzbar zu machen.

Der Harz zählt zu den bedeutendsten montanhistorischen Revieren Europas. Der westliche, niedersächsische Bereich steht seit 1992 im Zentrum montanarchäologischer Untersuchungen, die die Arbeitsstelle Montanarchäologie des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege interdisziplinär durchführt - die einzige Einrichtung dieser Art in der Bundesrepublik.

Dr. Katharina Malek arbeitet seit 2011 für das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege und ist die Leiterin der Arbeitsstelle Montanarchäologie in Goslar im Harz. Zuvor hat sie an verschiedenen Ausgrabungsprojekten des Deutschen Archäologischen Instituts und des Deutschen Bergbaumuseums in Georgien, der Russischen Föderation und Ostkasachstan mitgearbeitet.

Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe des Fördervereins LWL-Museum für Archäologie e. V. zu aktuellen Sonderausstellungen, archäologischen Themen, zur Geschichte der Region Westfalen und zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen rund um die Archäologie. Der Eintritt zum Vortrag ist kostenlos.

Termin:
Donnerstag, 18.April, 19 bis 20 Uhr: "Montanarchäologie im Harz"
Öffentlicher Vortrag von Dr. Katharina Malek, Niedersächsisches Landesamtes für Denkmalpflege

Mehr Infos: http://www.lwl-landesmuseum-herne.de
LWL-Museum für Archäologie, Europaplatz 1, 44623 Herne, Tel. 02323 94628-0



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Nils Wolpert, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-8921
presse@lwl.org



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