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Mitteilung vom 11.04.19

Presse-Infos | Kultur

Annette von Droste-Hülshoff in Berlin und Mainz

Ausstellung und Tagung der LWL-Literaturkommission

Bewertung:

Münster (lwl). Die Droste-Forschungsstelle der Literaturkommission beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) sorgt mit zwei hochkarätigen Veranstaltungen für neue und überregionale Aufmerksamkeit für die Autorin Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848). In der Berliner Staatsbibliothek wird am Donnerstag (11.4.) die preisgekrönte Wanderausstellung "'Sehnsucht in die Ferne'. Reisen mit Annette von Droste-Hülshoff" eröffnet. Zeitgleich treffen sich in Mainz ausgewiesene Literaturwissenschaftler, um sich zum Thema "Mensch und Umwelt" in der Literatur der Annette von Droste-Hülshoff und ihrer Zeit auszutauschen. Der Leiter der Droste-Forschungsstelle Dr. Jochen Grywatsch, Initiator beider Veranstaltungen, freut sich doppelt: "Mit der Wanderausstellung haben wir an bisher vier Stationen eine Vielzahl von Besuchern interessieren können. Dass die mit dem iF-Design-Award 2018 ausgezeichnete Schau nun auch in der Hauptstadt zu sehen ist, ist das I-Tüpfelchen. Und dass wir unsere turnusmäßigen Fachtagungen nun um eine Kooperation mit der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz erweitern können", so Grywatsch weiter, "zeigt, dass wir ein funktionierendes, überregionales Netzwerk geschaffen haben, dessen Teilnehmerkreis immer umfangreicher wird." Dabei ist die Forschungsstelle, die auch das 2018 erschienene Droste-Handbuch mitinitiiert hat, Dreh- und Angelpunkt der Initiativen - in Bezug auf die Forschung wie auch die Vermittlung in die Öffentlichkeit.

Vom 12. April bis zum 7. Mai wird die Ausstellung, die seit zwei Jahren durch Deutschland tourt und vor kurzem aus Meersburg am Bodensee zurückgekehrt ist, im Potsdamer Haus der Staatsbibliothek zu Berlin zu sehen sein. Höhepunkt der Schau, "die die frappierende Modernität der Autorin und ihrer Texte zum Ausdruck bringt", so Grywatsch, ist der sogenannte "Ich-Ort der Poesie". In einer Virtual-Reality-Installation zu dem bekannten Droste-Gedicht "Im Grase" können sich die Besucher mit allen Sinnen auf diesen zentralen Text einlassen, der eingesprochen, mit einer eigens geschaffenen Komposition unterlegt und in eine programmierte virtuelle Landschaft eingebettet wurde.

Die Mainzer Tagung greift Anregungen des Ecocriticism und der Environmental Humanities auf, die sich für die Austauschbeziehungen zwischen organischer und anorganischer Welt interessieren und Ökologie als kulturwissenschaftliche Form des Wissens verstehen. Sie fragt danach, wie Literatur den Wahrnehmungsraum einer sich verändernden Natur-, Zeit- und Raumerfahrung ebenso wie der Lebensweisen reflektiert und zur Darstellung bringt. Stichworte wie Umwelt, Milieu und Stimmung prägen die Vorträge der vom 11. bis zum 13. April dauernden Veranstaltung.

Hintergrund:
Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) gilt als bedeutendste deutschsprachige Autorin des 19. Jahrhunderts. Mit ihrer Novelle "Die Judenbuche" und Gedichten wie dem bekannten Zyklus der "Haidebilder" gehört sie zum Kanon der Weltliteratur. Die Droste-Forschungsstelle der LWL-Literaturkommission für Westfalen realisiert seit 20 Jahren zahlreiche Projekte wie Ausstellungen, Publikationen, Tagungen, Vorträge, Lesungen rund um die Autorin Annette von Droste-Hülshoff. Weitere Informationen unter http://www.droste-portal.lwl.org.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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