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Mitteilung vom 12.03.19

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Digital ist besser?

Archivtag zum Thema Digitalisierung

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Herford (lwl). In Herford diskutieren am Dienstag und Mittwoch (12./13.3.) rund 260 Fachleute auf dem 71. Westfälischen Archivtag über die aktuelle Herausforderung von elektronischer Archivierung und Digitalisierung.

Die Akten sind immer öfter digital, für ihre Auswahl, Erschließung und die dauerhafte Erhaltung im Archiv müssen neue fachliche Routinen entwickelt werden, Geschichtsinteressierte erwarten heute, dass sie alles im Netz recherchieren und finden können - so beschreiben Archiv-Experten einige der Herausforderungen. "Für diese Handlungsfelder braucht es das passende digitale Werkzeug, und das will erstmal erlernt und beherrscht werden", so Dr. Marcus Stumpf, Leiter des Archivamtes beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Er sieht hier den LWL in einer Schlüsselrolle: "Die Digitalisierung durchzieht alle Lebensbereiche und verändert auch die Arbeit im Archiv total. Wir müssen fast alles neu denken. Wegen der schnellen Innovationsschübe müssen die Archive noch stärker als bisher zusammenarbeiten, und dabei hilft der LWL."

"Digitale Methoden sind in den Archiven auf dem Vormarsch, es ist aber auch noch viel Pionierarbeit zu tun", ergänzt Michael Pavlicic, erster stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung des LWL und Stadtarchivar von Bad Lippspringe.

Der Archivtag wird sich den neuen Kooperationsfeldern im Archiv intensiv widmen. Im ersten Teil stehen Praxisberichte zur elektronischen Langzeitarchivierung im Verbund. Dafür baut der LWL seit 2015 ein eigenes elektronisches Langzeitarchiv auf, das die Kommunen in Westfalen-Lippe nutzen können.

Wie Quellen aufbereitet und ins Netz gestellt werden können, ist das Thema des zweiten Tages der Veranstaltung. Was erwarten die Benutzer von Archiven, ist eine der Fragen. Archivarinnen werden nach Ansicht der Fachleute in der digitalen Welt nicht arbeitslos, im Gegenteil: Weil es immer speziellere Fachkenntnisse brauche, sei ein Professionalisierungsschub im Gang.

In der digitalen Arbeitswelt seien Archivare vor dem Hintergrund des demografischen Wandels begehrte Fachleute. Die Ausbildungssituation und der Fachkräftemangel wird deshalb am zweiten Tag das Thema einer Podiumsdiskussion sein, an der Vertreterinnen der beiden großen Archiv-Ausbildungsstätten in Deutschland teilnehmen.

Das LWL-Archivamt engagiert sich auch in der Ausbildung: Es bildet sowohl Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste ("FaMIs") als auch Archivare gezielt für die Archivarbeit in den Kommunen aus.

Achtung Redaktionen:
Zur Ihrer Information haben wir Ihnen den Flyer zum Westfälischen Archivtag (s. Online-Version dieser Pressemitteilung - über den Link oberhalb dieser Mail erreichbar) angehängt.

Haben Sie Probleme das PDF-Dokument zu lesen? Dann wenden Sie sich bitte unter presse@lwl.org an die LWL-Pressestelle. Wir helfen Ihnen gerne weiter.



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Dr. Diener-Staeckling, Telefon: 0251 591-3897, antje.diener-staeckling@lwl.org
presse@lwl.org



Anlagen:
Anlage 1: at2019_programm_.pdf


LWL-Einrichtung:
LWL-Archivamt für Westfalen
Jahnstr. 26
48147 Münster
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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