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Mitteilung vom 14.12.18

Presse-Infos | Soziales

16 barrierefreie Wohnungen für Menschen mit Behinderung

Selbstständiges Wohnen - LWL fördert ein inklusives Wohnprojekt in Bad Driburg

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Kreis Höxter (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) fördert ein Wohnprojekt für Menschen mit Behinderung in Bad Driburg (Kreis Höxter). Am Donnerstag (13.12.) wurde die Förderung aus dem LWL-Programm "Selbstständiges Wohnen" (SeWo) für Bad Driburg beschlossen. Die SeWo plant dort, gemeinsam mit der Lebenshilfe Brakel 16 Wohneinheiten zu errichten, in denen Menschen mit Behinderungen ein Zuhause finden. Dabei finanziert die SeWo u. a. in den Bau des Gebäudes mit rund 170.000 Euro die unterstützende Technik, die in die Wohnungen eingebaut werden soll. Der LWL will Menschen mit Behinderungen durch moderne Technik und Förderung bei der Nachbarschaft dabei unterstützen, in der eigenen Wohnung zu leben. Mit einem Kostenrahmen von zehn Millionen Euro fördert das SeWo-Programm die Konzepte von insgesamt 15 Wohnprojekten in ganz Westfalen-Lippe.

Insgesamt 16 Wohnungen (14 Einzel- und zwei Paarwohnungen), wovon sich elf Appartements gezielt an Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung richten, werden im geförderten Wohnungsbau entstehen. "Menschen mit Behinderung sollen durch die finanzielle Unterstützung möglichst gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, wie es das neue Bundesteilhabegesetz fordert", so die LWL-Abgeordneten Friedhelm Spieker und Andreas Suermann in einer gemeinsamen Erklärung. Aus diesem Grund fördere der LWL das intensiv Ambulant Betreute Wohnen im Rahmen des SeWo-Projekts als Alternative zum Leben im stationären Wohnheim. "Menschen mit wesentlichen Behinderungen sollen in ihrer eigenen Wohnung selbstständig, selbstbestimmt und eigenverantwortlich leben können", so die LWL-Abgeordneten, "und zu einem normalen Leben gehört auch das Wohnen in den eigenen vier Wänden."

Nachdem das Grundstück gekauft und der Bau genehmigt ist, kann in Bad Driburg nun im Frühjahr 2019 mit dem Bau begonnen werden. "Die Lage bietet aufgrund der Infrastruktur hervorragende Voraussetzungen für ein inklusives Wohnen", so LWL-Direktor Matthias Löb. "Aufgrund der sehr zentralen Lage können alle Mieter die Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Apotheken und Restaurants in der Umgebung nutzen." Darüber hinaus soll eine Fachkraft zur Quartiers- und Teilhabegestaltung alle Möglichkeiten und Bedarfe für Teilhabe in der Wohnumgebung in Bad Driburg ermitteln. Dazu gehört zum Beispiel, physische und psychische Barrieren zu erfassen, die noch abgebaut werden können. "Ziel ist es, sich in vorhandene Netzwerke einzubinden und Strukturen vor Ort inklusiver weiterzuentwickeln", sagte Löb. Um Begegnungen und Teilhabe auch innerhalb des Hauses unter den Mietern zu fördern, ist ebenso ein Gemeinschaftsraum im Haus in Planung.

Die Nachfrage von Menschen mit Behinderung nach zentral gelegenem Wohnraum in der Stadt Driburg sei hoch, so Jerome Major von der Lebenshilfe Brakel. Das war der Anlass, sich um mehr barrierefreie und technikgestützte Wohnungen in Bad Driburg zu bemühen. Eine Verbesserung der Lebensqualität durch moderne Technik unterstützt auch Burkhard Deppe, Bürgermeister von Bad Driburg. "Ich freue mich, dass mit dem LWL-SeWo-Projekt neuer Wohnraum entsteht, der es auch Menschen mit schweren Behinderungen ermöglicht, selbstständig zu leben und am Leben in der Stadt teilzuhaben", so Burkhard Deppe. "Mit diesem zukunftsweisenden Projekt realisieren wir gemeinsam mit der SeWo und dem LWL einen weiteren Baustein auf dem Weg zur Inklusion."



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Sarah Rütershoff, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-5400, presse@lwl.org
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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