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Mitteilung vom 16.08.18

Presse-Infos | Kultur

Münster: Einladung zum Pressegespräch

"Der Droste-Nachlass zieht ins Westfälische Literaturarchiv"

Bewertung:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Startschuss für eine einzigartige fächer- und institutionenübergreifende Kooperation ganz im Zeichen von Annette von Droste-Hülshoff: Der umfangreiche Handschriftenbestand ("Meersburger Nachlass") der berühmtesten Dichterin Westfalens (1797-1848) wird in Zukunft im Westfälischen Literaturarchiv des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster untergebracht, dort auch weiter erschlossen und erforscht. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnen Vertreter der Stiftung Preußischer Kulturbesitz als Eigentümer, der Universität Münster und des LWL am kommenden Dienstag, 21. August.
Damit wird der LWL noch stärker zum Kristallisationspunkt der internationalen Droste-Hülshoff-Forschung, für den die LWL-Literaturkommission für Westfalen mit seiner Droste-Forschungsstelle, das Westfälische Literaturarchiv und schließlich die Droste-Stiftung auf Burg Hülshoff stehen. Mit dem Einzug des bedeutenden handschriftlichen Nachlasses der international geschätzten Dichterin ins Literaturarchiv kommt ein weiterer Eckpfeiler hinzu, der von der immensen LWL-Fachexpertise in Sachen Literatur, Archiv und Droste-Hülshoff profitiert.

Wir wollen Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen, bei einem Pressetermin nicht nur über die Unterbringung des Nachlasses, dessen anstehende Digitalisierung und weitere Erforschung, sondern auch über künftige Projekte und Kooperationen mit der internationalen Droste-Forschung im Zusammenhang mit dem Nachlass berichten. Deshalb laden wir Sie ein zum

Pressegespräch
"Der Droste-Nachlass zieht ins Westfälische Literaturarchiv"
am Dienstag, 21. August, um 12 Uhr
ins Haus Rüschhaus, Am Rüschhaus 81, 48161 Münster.


Hier werden Ihnen dann rund um den Droste-Nachlass Rede und Antwort stehen:
Prof. Dr. Hermann Parzinger (Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz)
Barbara Schneider-Kempf (Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin)
Prof. Dr. Johannes Wessels (Rektor der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster)
Prof. Dr. Cornelia Blasberg (Germanistisches Institut der Universität Münster)
Dr. Henning Dreyling (Universitäts- und Landesbibliothek Münster)
LWL-Direktor Matthias Löb
Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger (LWL-Kulturdezernentin)
Dr. Marcus Stumpf (Leiter des LWL-Archivamtes)
Dr. Jochen Grywatsch (Leiter der Droste-Forschungsstelle der LWL-Literaturkommission)
Dr. Jörg Albrecht (Geschäftsführer der Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung)

Wir können ihnen bei dem Termin voraussichtlich auch Originale aus dem Nachlass präsentieren und daran erläutern, was zukünftig mit den Handschriften geplant ist.
Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen und bitten um eine kurze Rückmeldung Ihrerseits.


Hintergrund:
Der Nachlass von Annette von Droste-Hülshoff enthält Dokumente, die sich bei ihrem Tode am 24. Mai 1848 in Meersburg am Bodensee befanden. Bis 1905 wurde der Nachlass von der Familie von Laßberg in Meersburg und anschließend bis 1967 von der Familie von Droste-Hülshoff in Haus Stapel bei Havixbeck verwahrt. 1967 wurde der Bestand mit Mitteln der Fritz-Thyssen-Stiftung für die öffentliche Hand erworben und für den symbolischen Kaufpreis von einer Mark an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz übergeben.

Die Schenkung war ein politischer Akt, um die Kulturbedeutung West-Berlins zu stärken. Das Konvolut sollte jedoch dauerhaft in Westfalen verwahrt bleiben. Der 1967 unterzeichnete Dauerleihvertrag mit der Westfälischen Wilhelms-Universität sicherte den Verbleib des Nachlasses in Münster. Er befand sich seitdem als Dauerleihgabe der Berliner Staatsbibliothek - Stiftung Preußischer Kulturbesitz in der Universitäts- und Landesbibliothek Münster.



Pressekontakt:
Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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