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Mitteilung vom 12.02.18

Presse-Infos | Kultur

Höhepunkte der Archäologie in Westfalen-Lippe

LWL-Archäologie für Westfalen lädt zur Jahrestagung ein

Bewertung:

Münster (lwl). Westfalens Jurassic Park, der älteste europäische Nachweis von Bienenwachs als Klebstoff und ein Experiment zur keltischen Eisengewinnung im Siegerland: Den Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) gelang es, im Jahr 2017 mit Hilfe von moderner Technik und interdisziplinärer Forschung neue Erkenntnisse über die Vergangenheit zu gewinnen. Die Höhepunkte dieser Forschung stellt die LWL-Archäologie für Westfalen bei ihrer Jahrestagung am Montag (5.3.) in Münster vor.

Für Aufmerksamkeit sorgte im vergangenen Jahr der älteste Nachweis von Bienenwachs als Klebstoff in Europa. Die Entdeckung an einer 13.000 Jahre alten Speerspitze aus Bergkamen (Kreis Unna) gibt Aufschluss über Technologiegeschichte, Klima und Umweltbedingungen der Altsteinzeit.

Neue Erkenntnisse über das Leben vor über 2.000 Jahren brachte eine Forschungskooperation der LWL-Archäologie im LWL-Freilichtmuseum Hagen. Erstmals gelang dort der funktionierende Nachbau des größten Brennofens seiner Epoche in Europa zur Verhüttung von Erz zu Eisen. Diese und weitere Themen präsentiert die LWL-Archäologie für Westfalen auf ihrer 9. Jahrestagung in der Münsteraner Speicherstadt.

Das Spektrum beinhaltet den Fund eines 465 Millionen Jahre alten Krebsfossils bei Herscheid (Märkischer Kreis), Prospektionsgrabungen in einem NS-Kriegsgefangenenlager in Soest, Methoden der Restaurierung und Luftbildarchäologie. "Die Vielfalt der Themen zeigt die ereignisreiche Geschichte Westfalens und die umfassende Arbeit der LWL-Archäologie", so Prof. Dr. Michael M. Rind. Der LWL-Chefarchäologe freut sich auf einen Austausch und Diskussionen im europäischen Kulturerbejahr 2018. "Schon die frühen westfälischen Funde legen Zeugnis vom kulturellen Austausch in Europa ab", erklärt Rind.

Die Besucher erwarten 14 Vorträge von 18 Referentinnen, Informationsstände der Universität Münster, von Vereinen und Verbänden sowie Büchertische.

Die Tagung im "Speicher 10" in Münster-Coerde beginnt um 9 Uhr und wird von Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger eröffnet. Anne Katrin Bohle, NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, eröffnet die Tagung ebenfalls mit einem Grußwort.

Erfahrungsgemäß sind die begrenzten Plätze begehrt. Das Tagungsprogramm und Anmeldmöglichkeiten gibt es unter: www.lwl-archaeologie.de

Termin:
5. März 2018, 9 bis ca. 17 Uhr, Jahrestagung der LWL-Archäologie für Westfalen, An den Speichern 10, 48157 Münster



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Dr. Carolin Steimer, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-3504
presse@lwl.org



Anlagen:
Anlage 1: Folder_Tagung_2018_RZ_online.pdf


LWL-Einrichtung:
LWL-Archäologie für Westfalen
Zentrale
An den Speichern 7
48147 Münster
Karte und Routenplaner



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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