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Mitteilung vom 30.01.18

Presse-Infos | Kultur

Der Februar im Museum in der Kaiserpfalz

Führungen für Familien mit Kindern

Bewertung:

Paderborn (lwl). Welche Rolle spielten Hygiene und Gesundheit im Mittelalter und wie wurde gebaut, als es weder Geodreieck noch Montagekleber gab? Das Museum in der Kaiserpfalz des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Paderborn stellt sich diesen Fragen im Februar mit Themenführungen für die ganze Familie.

Am Sonntag (4.2.) beginnt um 15 Uhr eine Führung für Erwachsene durch "Die Pfalz Karls des Großen". Im Mittelalter reisten die Könige von Ort zu Ort, um das Reich zu verwalten, Recht zu sprechen oder sich mit Beratern und Gesandten zu treffen. Ein Netz von Stützpunkten - die Pfalzen - dienten dem Herrscher und seinem Gefolge dabei als zeitweilige Unterkunft. Unter ihnen nimmt Paderborn als die Pfalz Karls des Großen im neu eroberten sächsischen Gebiet eine besondere Stellung ein. Ein Rundgang durch die Ausstellung lässt die frühmittelalterliche Geschichte dieses Ortes wieder lebendig werden.

Erwachsene und Kinder ab 8 Jahren kommen in der Führung am Sonntag (11.2.) um 15 Uhr auf ihre Kosten, wenn es heißt: "Eine Hand wäscht die andere". Gesundheit hatte im Mittelalter einen hohen Stellenwert. Krankheiten breiteten sich aufgrund mangelnder Hygiene rasch aus: Abfälle wurden aus dem Fenster gekippt, eine Müllabfuhr gab es nicht. Stank es in den Straßen Paderborns tatsächlich "bis zum Himmel"? Wie schützte man sich vor Gestank, Schmutz und Ansteckung? Wie fühlte es sich an, wenn man aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten konnte? Der Rundgang zum Schnuppern und Ausprobieren vermittelt einen Eindruck vom Alltag in der mittelalterlichen Stadt.

Weiter geht es am Sonntag (18.2.) um 15 Uhr für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren mit der Themenführung "Die Paderborner Königspfalzen". Als bevorzugter Aufenthaltsort von Königen und Kaisern verfügte Paderborn im Mittelalter über zwei königliche Palastanlagen, die Pfalzen. Die ältere stammt aus der Zeit Karls des Großen. Von der jüngeren Pfalz war so viel erhalten, dass sie unter Einbeziehung der alten Mauern neu aufgebaut werden konnte. Diese Pfalz des 11. Jahrhunderts steht im Mittelpunkt des Rundgangs durch die Dauerausstellung. Im Vergleich mit der karolingischen Anlage werden der Wandel, die Kontinuität im Wohnen und das Repräsentieren der Könige im Mittelalter veranschaulicht.

"Der König baut ... weiter!": Aus diesem Grund erfahren die Besucher am Sonntag (25.2.) um 15 Uhr alles über Materialien und Techniken, die die Menschen vor hunderten von Jahren für den Bau ihrer Häuser verwendet haben. Die Sanierung des Kaiserpfalz-Daches bietet Familien mit Kindern ab 8 Jahren Gelegenheit, sich an Mitmachstationen mit dem Thema "Bauen im Mittelalter" zu beschäftigen.


Alle Termine im Überblick

- Sonntag, 4.2., 15 Uhr: Die Pfalz Karls des Großen, Führung für Erwachsene
- Sonntag, 11.2., 15 Uhr: Eine Hand wäscht die andere, Führung für Familien mit Kindern ab 8 Jahren
- Sonntag, 18.2., 15 Uhr: Die Paderborner Königspfalzen, Führung für Erwachsene
- Sonntag, 25.2., Der König baut!, Führung für Familien mit Kindern ab 8 Jahren

Die Teilnahme an den Führungen ist im Eintrittspreis enthalten.

Weitere Informationen unter https://www.kaiserpfalz-paderborn.de.



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Dr. Carolin Steimer, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-3504
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
Museum in der Kaiserpfalz
Ikenberg 2
33098 Paderborn
Karte und Routenplaner



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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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