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Mitteilung vom 23.02.17

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iF Design Award für das LWL-Freilichtmuseum Detmold

Sonderausstellung "Scheiße sagt man nicht!" gewinnt Designpreis

Bewertung:

Detmold (lwl). Sie war nicht nur ein Besuchermagnet, auch das Design der Sonderausstellung "Scheiße sagt man nicht!" war besonders. Das fand auch die Jury des iF Design Awards und zeichnete die 2016 im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) gezeigte Sonderausstellung nun mit dem renommierten Designpreis aus. Das Planungsbüro DBCO und BOK+Gärtner aus Münster wurde für die kreative Umsetzung des Themas mit dem international anerkannten Qualitätssiegel in der Kategorie Exhibition (Ausstellung) belohnt. Die Preisverleihung ist im kommenden März. Seit über 60 Jahren zeichnet das in Hannover ansässige Industrie Forum Design gutes Produktdesign aus.

Beim Betreten der Ausstellung "Scheiße sagt man nicht!" fanden sich die Besucher in einem Raum wieder, der wie eine öffentliche Toilette gestaltet war. Die Idee dahinter: Öffentliche Toiletten sind Orte der Kommunikation mit vielschichtigen, anonymen Botschaften. Gleichzeitig sind Toiletten-Graffitis ein uraltes Phänomen - darauf verweisen bereits die sogenannten Latrinalia aus dem alten Rom. Daher ließen das LWL-Freilichtmuseum Detmold und das Planungsbüro die Wände fliesen, Toilettenkabinen und Neonröhren einbauen. Die Graffitis entpuppten sich bei genauerem Hinsehen als Fakten über den kulturellen Umgang mit Fäkalien und die Geschichte der Hygiene, die von den Kuratoren des LWL-Freilichtmuseums Detmold zuvor gründlich recherchiert und zusammengestellt worden waren. Unter der Regie der Gestalter aus Münster hatte ein fünfköpfiges Illustratorenteam vor Ort alle Inhalte - inklusive der Ausstellungstexte - direkt an die Wände gebracht: gesprüht, gezeichnet und geschrieben.

"Ich freue mich, dass diese extravagante Idee und der Mut zu dieser ungewöhnlichen Gestaltung nun mit dem iF Design Award belohnt wurden. Glückwunsch!", erklärt LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale. Das Konzept der Gestalter hat das Museumsteam von Anfang an überzeugt. "Bei der Präsentation war uns allen sofort klar, dass die Idee so besonders ist, die mussten wir einfach umsetzen", so LWL-Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Carstensen. Das ungewöhnliche Ausstellungsdesign wurde auch von den Besuchern honoriert: Das Museum verbuchte mit mehr als 186.200 Besuchern bis Ende Oktober das beste Saisonergebnis seit 14 Jahren.


Hintergrund
Bereits zum zweiten Mal hat das Planungsbüro DBCO und BOK + Gärtner aus Münster einen Designpreis für eine Ausstellung im LWL-Freilichtmuseum Detmold gewonnen. 2014 wurde "Marsch, marsch ins Beet" mit dem "red dot design award" ausgezeichnet. Es war der dritte red dot design award für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) nach Ausstellungen im Kloster Dalheim und im LWL-Museum für Archäologie in Herne. Für den iF Design Award 2017 hat eine internationale Jury mit 58 Mitgliedern 5.575 Einreichungen aus 59 Ländern gesichtet.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Ruth Lakenbrink, LWL-Freilichtmuseum Detmold, Tel. 05231/706-110
presse@lwl.org



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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 18.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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