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Mitteilung vom 07.11.16

Presse-Infos | Kultur

Wege der Jakobspilger ist "Leuchtturmprojekt"

"Ehrenamtliche Helfer haben Pilgerstraßen wiederbelebt"

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Münster/Westfalen (lwl). Einst transportierten hier mittelalterliche Händler ihre Waren und Gläubige pilgerten Richtung Santiago de Compostela - heute sind fünf solcher großen Fernstraßen im Rahmen des Projekts 'Wege der Jakobspilger in Westfalen‘ weitestgehend rekonstruiert. Dass die Wege lebendig bleiben und von Pilgern genutzt werden ist vor allen Dingen vielen ehrenamtlichen Helfern zu verdanken. Über 80 von ihnen kamen am Samstag (5.11.) auf Einladung der Altertumskommission des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zu einem Aktionstag nach Münster.

Die archäologische Wegeforschung habe durch die Jakobswege große Beachtung gefunden, so LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale im LWL-Landeshaus. "Bei Archäologie denken viele eher an beeindruckende Großsteingräber oder an römische Funde. "Wichtig sind aber die Fragen, die dahinterstecken: Wie sind die Dinge überhaupt an ihren Platz gelangt, an dem sie entdeckt wurden? All das ist nur über Wege gegangen", erläuterte Rüschoff-Thale. "Wege waren und sind eines der am stärksten prägenden Landschafts- und Kulturelemente. Und die Wege der Jakobspilger sind eines unserer Leuchtturmprojekte, das nachhaltig wirkt."
"Sehr viele ehrenamtliche Helfer haben sehr viel Herzblut in die Wiederbelebung der alten Pilgerwege gesteckt", sagte LWL-Projektleiterin Ulrike Steinkrüger. "Mit dem heutigen Tag wollen wir daher das Netzwerk an Ehrenamtlern ausbauen und uns zugleich für deren Engagement bedanken."

Während die Altertumskommission für Westfalen die historischen Wege und ihre Nutzung erforscht und rekonstruiert habe, seien es vor allem die ehrenamtlichen Helfer, die den Strecken mit Stempelstellen, Bildungsprogrammen, Unterkünften und Veranstaltungen Leben einhauchten. Die Wege erfüllen damit nach Auffassung von Steinkrüger ihre Funktion als Transportwege und Orte der Kommunikation bis heute.



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Ulrike Steinkrüger, Altertumskommission für Westfalen, Telefon 0251 591-899-3
presse@lwl.org



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48157 Münster
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