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Mitteilung vom 06.10.16

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Foto-Ausstellung begleitet die neue Sonderausstellung im LWL-Museum für Archäologie in Herne

Fundstücke der Gegenwart gehen mit der Archäologie Vietnams eine kontrastreiche Konfrontation ein

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Herne (lwl). Nicht nur Archäologen interessieren sich in Vietnam für Fundstücke - auch Fotografen. Thomas Kalak hat mit der Kamera die Hauptstadt Hanoi durchstreift und pünktlich zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung "Schätze der Archäologie Vietnams" im LWL-Museum für Archäologie Fundstücke der anderen Art mit nach Herne gebracht. Ob in Plastiktüten verpackter Beton, kunstvoll am Straßenrand drapierte Stäbchen oder Flaschen als Gewichte: Kalaks Fotos von "Fundstücken der Gegenwart" sind ab sofort in einer eigenen kleinen Ausstellung im Foyer des Museums zu sehen.

Alltagsbildern, der Ästhetik des Innehaltens, Motiven mit Geschichten hat der Profifotograf und Künstler drei Wochen lang in der vietnamesischen Landeshauptstadt nachgespürt. "Das geht nur, indem man sich jeden Tag auf den Weg macht und viele Kilometer lang die Straßen und Viertel zu Fuß durchstreift", berichtet der Münchner Fotograf von seiner Spurensuche. Denn die Motive liegen zwar auf der Straße, aber eben nicht dort, wo sich die Touristen tummeln oder die typischen Sehenswürdigkeiten liegen. Selbstgemachte Pfeifen lehnen jenseits der Reiseprospekt-Routen lässig am Laternenpfahl. Kunterbunte Schuhe sind nur an den Hinterhöfen wie in einem Gemälde auf dem improvisierten Zaun zum Trocknen "aufgespießt".

15 Bilder hat Kalak mit nach Herne gebracht. Darunter ein großformatiges Werk, das mit einem knallroten Faden gesicherte und an eine Mauer abgestellte Gurken direkt hinter der riesigen Nachbildung einer vietnamesischen Trommel am Eingang zur Sonderausstellung wie ein Stillleben präsentiert. "Diese Konstellation der unmittelbaren Gegenüberstellung von Alltags- und archäologischen Fundstücken gefällt mir besonders gut - so sind meine Bilder noch nie gezeigt worden", so der Fotograf.

Der Künstler hat einschlägige Erfahrung. Schon mehrfach hat er Asien bereist und Fotobücher etwa über Thailand veröffentlicht, die im Zusammenhang mit entsprechenden Ausstellungen für große Aufmerksamkeit gesorgt haben. Ursprünglich stammt er aus der Skateboardszene der späten 70er- und 80er-Jahre und begann in den frühen 80ern mit der Fotografie, arbeitete für deutsche und internationale Skatemagazine. Seine Bilder sind jetzt für die Dauer der Sonderausstellung im Foyer des Herner Museums zu sehen.

Die Sonderausstellung "Schätze der Archäologie Vietnams" zeigt vom 7.10.2016 bis 26.2.2017 im Archäologiemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Herne Zepter aus Stein, kostbare Fabelwesen aus Terrakotta, riesige Trommeln aus Bronze. Diese und andere Funde sind erstmals in Deutschland und Europa zu sehen. Sie stammen von historisch bedeutsamen Fundplätzen wie der Tempelstadt My Son im Dschungel Mittelvietnams und dem Kaiserpalast Thang Long in der Hauptstadt Hanoi, beides UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten. Die Ausstellung wagt erstmals in Deutschland einen umfassenden Blick auf dieses kulturell wie geschichtlich reiche Land, seine fernöstliche Lebenswelt zwischen dem Delta des Roten Flusses im Norden und dem Mekong im Süden.

Die Ausstellung wird vom LWL-Museum für Archäologie in Herne, vom Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz und den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim in enger Zusammenarbeit mit der Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) entwickelt.


Mehr Infos:
http://www.lwl-landesmuseum-herne.de
http://www.vietnam-ausstellung.de
LWL-Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Telefon: 02323 94628-0



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Katja Burgemeister, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-8921.
presse@lwl.org



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