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Mitteilung vom 09.09.16

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Der LWL verleiht den Konrad-von-Soest-Preis 2016 an den Künstler Andreas Siekmann

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Münster (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) verleiht seinen Konrad-von-Soest-Preis in diesem Jahr an Andreas Siekmann. Unter dem Vorsitz von LWL-Direktor Matthias Löb hat eine neunköpfige Jury den mit 12.800 Euro dotierten westfälischen Kunstpreis dem Künstler für "seine besonderen Leistungen auf dem Gebiet der bildenden Kunst" zuerkannt. "Seine stets gesellschaftskritischen Arbeiten nehmen in der internationalen zeitgenössischen Kunst eine herausragende Stellung ein", sagte Jury-Vorsitzender Matthias Löb.

"Siekmann verknüpft Sprache, Symbolik sowie konventionell und elektronisch generierte künstlerische Mittel wie Zeichnung, Malerei und Computergrafik zu einem eigenständigen Bildvokabular, das den Rezipienten als mündigen und politischen Akteur in den Fokus nimmt. Dabei entsteht eine Form von Informationskunst, die die Betrachter mit aktuellen politischen Ereignissen und Fragestellungen konfrontiert und zur aktiven Teilhabe auffordert ", begründet die Jury ihre Entscheidung. Ohne didaktischen Zeigefinger schaffe Siekmann so eine Form der Auseinandersetzung, die auf mehreren Ebenen stattfinde, hieß es weiter.

Siekmann thematisiert in seinen Ausstellungsprojekten häufig die Ökonomisierung und Privatisierung der Gesellschaft und des Stadtraums sowie den regionalen wie internationalen Strukturwandel unter den Bedingungen einer globalen Gesellschaft. Neben der Virtuosität und Einzigartigkeit des Werkes möchte die Jury vor allem die Stringenz und Kontinuität auszeichnen, mit der Siekmann sein Werk vorantreibt.

Der 1961 in Hamm geborene Siekmann studierte von 1984 bis 1990 bei Ulrich Rückriem und Alfonso Hüppi an der Kunstakademie Düsseldorf. Er lebt und arbeitet heute in Berlin. Einzel- und Gruppenausstellungen führten Siekmann in den vergangenen Jahren weit über Westfalen hinaus. So stellte er beispielsweise in der Ukraine, Chile, Taiwan und Italien aus. 2007 war Siekmann bei den Skulptur Projekten in Münster sowie auf der documenta 12 in Kassel vertreten.
Die Preisverleihung findet am 8. Dezember im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster statt.

Hintergrund:
Der nach dem bedeutendsten westfälischen Künstler des Mittelalters benannte Konrad-von-Soest-Preis wird Künstlern verliehen, die in Westfalen geboren sind oder hier leben und arbeiten. Der Preis ist mit 12.800 Euro dotiert und wird vom LWL seit 1954 im Wechsel mit dem "Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis" und dem "Hans-Werner-Henze-Preis" verliehen.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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