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Mitteilung vom 02.03.12

Presse-Infos | Kultur

"Wir für Westfalen"

Die sechs LWL-Kommissionen für Landeskunde zeigen mit einer Ausstellung in Münster ihre Themenvielfalt

Bewertung:

Münster (lwl). Sie packen Themen an, die aktuell viel diskutiert werden, wie zum Beispiel Straßennamen als Instrumente der Geschichtspolitik oder die verschiedenen Facetten von Kirchenumnutzungen. Sie forschen zu den Wegen der Jakobspilger in Westfalen, zu westfälischen Prominenten und zu Familiennamen: Vom 1. bis zum 16. März zeigen die sechs westfälischen Kommissionen für Landeskunde beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) im LWL-Landeshaus in Münster die Ausstellung "Wir für Westfalen" erstmals die Bandbreite der Themen, von Altertumskunde, Mundart- und Namenforschung, über Literatur, Geografie, westfälische Geschichte bis hin zu Volkskunde, aufbereitet unter anderem in Hörstationen, Film und Fotos.

"Mich persönlich beeindruckt immer wieder, dass die wissenschaftlichen Kommissionen des LWL mit ihrer Mitgliedern und Projekten in ganz Westfalen präsent sind. Wissenschaft findet bei uns nicht im Elfenbeinturm statt - im Gegenteil: eine moderne Medienvielfalt wird genutzt, um den Menschen in Westfalen die neuesten Erkenntnisse aus sechs wissenschaftlichen Disziplinen nahezubringen", betonte LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch bei der Ausstellungseröffnung am Donnerstag (01.03.). "Die wissenschaftlichen Kommissionen des LWL zeigen mustergültig, wie spannend und bürgernah Wissenschaft aussehen kann, und das Beste ist: Rund 450 Wissenschaftler arbeiten in den Kommissionen ehrenamtlich mit. Eine enorme Bereicherung, die mir anhand der großen Westfalenkarte in der Ausstellung, in die alle Mitglieder mit ihren Wohnorten eingetragen wurden, erst so richtig klar geworden ist", freut sich der Vorsitzende des LWL-Landschaftsversammlung Dieter Gebhardt.

"Die vielfältigen Angebote sind in der Bevölkerung, bei unseren Partnern in den Städten und Gemeinden sowie bei den LWL-Beschäftigten viel zu wenig bekannt", sagt Dr. Rudolf Grothues von der Geographischen Kommission. "Wir wünschen uns mit der Ausstellung, noch mehr Menschen für spannende Themen der Kulturgeschichte in Westfalen zu begeistern", ergänzt Christiane Cantauw von der Volkskundlichen Kommission.

Gartenkultur und Abiturfeiern, das Droste-Portal, ein Internet-ABC der westfälischen Literatur, Flurnamen, die Landesgeschichte erzählen und Funde des Mittelalters, die im Computertomografen untersucht wurden: Diese und mehr Themen zeigt die Ausstellung auch für wissenschaftliche Laien verständlich. "Wir möchten in dieser Ausstellung ebenso auf unsere Serviceleistungen für jeden Interessierten aufmerksamen machen", sagt Dr. Anna Grabkowsky, von der Historischen Kommission. So betreuen die 21 hauptamtlichen gemeinsam mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern in den Kommissionen zum Beispiel das Literaturportal Westfalen, das Volkslied- und Tonarchiv, das Internetportal Familiennamengeografie oder das Onlinelexikon westfälischer Autoren.

Die Schau bietet unterschiedlichste Möglichkeiten zur Information: "Wir haben dafür gesorgt, dass während der gesamten Ausstellungsdauer Ansprechpartner vor Ort sind, die auf die Fragen der Besucher kompetent Auskunft geben können. Sie stehen auf Anfrage mit Zusatzinformationen oder Anregungen gern zur Verfügung", betont Dr. Markus Denkler von der LWL-Kommission für Mundart- und Namenforschung.

Hintergrund
Forschen, vernetzen und präsentieren - mit diesen Schlagwörtern lässt sich die Arbeit der Altertumskommission, der Geographischen Kommission, der Literaturkommission, der Kommission für Mundart- und Namenforschung, der Historischen Kommission und der Volkskundlichen Kommission beschreiben. Dr. Walter Gödden von der Literaturkommission: "Die sechs Kommission, die zwischen 1896 (Historische Kommission) und 1998 (Literaturkommission) gegründet wurden, haben alle ihre ganz eigene Geschichte und Struktur. Das zeigt sich auch in der Ausstellung". So sieht es auch Dr. Vera Brieske von der Altertumskommission: "Organisatorisch gibt es viele Gemeinsamkeiten, aber die Ausstellungsbesucher werden schnell feststellen, dass die Herangehensweise und auch die Ergebnisse der Arbeit im einzelnen ausgesprochen facettenreich sind. Genau das ist unsere Stärke: Aus der Sicht von sechs verschiedenen Fachrichtungen wird Westfalen-Lippe erforscht und dokumentiert."

Die sechs wissenschaftlichen Kommissionen im LWL bilden seit Jahrzehnten ein Instrument der regionalen Landesforschung auf den Gebieten Archäologie, Geographie, Geschichte, Literatur, Mundart- und Namenforschung sowie Volkskunde. Die vom LWL unterhaltenen Geschäftsstellen der Kommissionen koordinieren und kanalisieren einen produktiven Forschungstransfer, der in Europa einzigartig ist. Dadurch werden Forschungsimpulse in die Kommunen und Kreise Westfalens getragen.


Wir für Westfalen
Ausstellung über die Arbeit der sechs Kommissionen für Landeskunde beim LWL
Gefördert von der LWL-Kulturstiftung
1. bis 16. März, montags bis freitags, 9 bis 17 Uhr, Führungen nach Vereinbarung
Bürgerhalle des LWL-Landeshauses, Freiherr-vom-Stein Platz 1 in Münster



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
Altertumskommission für Westfalen
An den Speichern 7
48157 Münster
Karte und Routenplaner



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 18.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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