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Mitteilung vom 08.08.11

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LWL: Leistungen in Bielefeld

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Bielefeld (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat im Jahr 2010 rund 166,4 Millionen Euro (2009: 150 Millionen) in Bielefeld ausgegeben. Behinderten und pflegebedürftigen Menschen kam der Großteil des Geldes zugute, wie aus einer gemeinsamen Erklärung der LWL-Abgeordneten der Stadt Bielefeld hervorgeht. Etwa 111 Millionen Euro flossen in diese sozialen Auf-gaben, beispielsweise an das Fachkrankenhaus Bethel oder an das proWerk. In der Landschafts-versammlung Westfalen-Lippe wird die Stadt Bielefeld vertreten durch Gerhard Henrichsmeier (CDU), Holm Sternbacher (SPD), Rainer Kronshage (Bündnis 90/Die Grünen) und Barbara Schmidt (Linke).

¿Mit dem Geld finanziert der LWL die Inklusion von Menschen mit Behinderungen, zum Beispiel das selbstständige Wohnen¿, so die Abgeordneten. Auch angesichts der weiter steigenden Zahl gehandicapter Menschen solle das Ambulant Betreute Wohnen noch stärker als Alternative neben den Wohnheimen gefördert werden. Der LWL unterstützte im vergangenen Jahr 1.801 (2009: 1.629) Menschen in Bielefeld, die allein oder zu mehreren in den eigenen vier Wänden leben.

Das Ambulant Betreute Wohnen könne die erwarteten Kostensteigerungen zumindest dämpfen, weil dort der Betreuungsaufwand geringer sei als in einem Wohnheim, heißt es in der Bilanz. Ein Platz im Betreuten Wohnen ist pro Tag zwischen 40 und 60 Euro günstiger als einer in der stationären Betreuung (durchschnittlich 100 Euro täglich). Im Jahr 2010 bezahlte der LWL in Bielefeld 1.027 (2009: 1.641) Wohnheimplätze.

Außerdem finanzierte der Kommunalverband 1.721 (2009: 1.641) Plätze in Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Das LWL-Integrationsamt gab zudem etwa 1,9 Millionen Euro aus Mitteln der Ausgleichsabgabe aus, um Menschen mit Handicap ins Arbeitsleben zu integrieren, ihren Arbeitsplatz umzugestalten oder zu erhalten. Den Ausgleich zahlen Betriebe, die gemessen an ihrer Mitarbeiterzahl zu wenige schwerbehinderte Menschen beschäftigen. Rund 7,5 Millionen Euro zahlte das LWL-Versorgungsamt für Entschädigungsleistungen, darunter an 1.205 Kriegsopfer und Hinterbliebene.

Aus Bielefeld gingen 71 Mädchen und 129 Jungen mit Behinderungen in einen Förderschulkinder-garten oder eine Förderschule des LWL. Knapp 1,8 Millionen Euro zahlte der Landschaftsverband dafür, dass 238 Kinder zusammen mit ihren nichtbehinderten Altersgenossen einen von 80 Regel-Kindergärten besuchen konnten.

Der LWL beschäftigt in Bielefeld 67 Mitarbeiter, zum Beispiel in den LWL-Förderschulen oder der Außenstelle der LWL-Archäologie für Westfalen. Bielefeld zahlte 2010 einen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 67 Millionen Euro an den Kommunalverband.

Achtung Redaktionen:
Zu verschiedenen Punkten (Sozialhilfe für Menschen mit Behinderung, Kulturförderung, u.a.) haben wir Datenmaterial für Ihre Region, das wir Ihnen gern zuschicken.



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 20.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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