Mitteilung vom 23.07.08
Presse-Infos | Kultur
Kunstwerk des Monats Juli: Idyllische Berglandschaften in grellen Farben
LWL-Landesmuseum zeigt ausdrucksstarkes Bild von Ernst Ludwig Kirchner
Münster (lwl). Als Kunstwerk des Monats Juli präsentiert der Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster das Bild ¿Alpweg nach dem Gewitter" (1923/24) von Ernst Ludwig Kirchner.
In der Mitte des Bildes steigen zwei Männer nebeneinander einen Gebirgspfad zu einer Berghütte hinauf. Ihre Gesichter sind einander zugewandt, sie scheinen in ein Gespräch vertieft. Auffallend intensiv und ausdrucksstark sind die Farben des Gemäldes, die nicht der Erscheinungsfarbe der Landschaft entsprechen.
Es wird deutlich, dass Kirchner seine Berglandschaft nicht durch Perspektive und räumliche Tiefenwirkung im herkömmlichen Sinne gestaltet. Vielmehr experimentiert er mit ausdrucksstarken, fast grellen Farben und nutzt die klar getrennten Farb- und Formelemente, um die verschiedenen Höhen-abstufungen und Entfernungen im Bild zu betonen. Trotz ihrer grellen Intensität zeugen die Farben von Kirchners genauem Naturstudium und seiner persönlichen Ortserfahrung.
Der Expressionist war fasziniert von der Landschaft und dem Leben der Bauern in den Schweizer Bergen. Er bewunderte ihr Leben in Einklang mit der Natur. Das großformatige Gemälde aus der Sammlung des LWL-Landesmuseums gibt dies eindrucksvoll wieder.
Das Bild ist neben der Auseinandersetzung mit dem alltäglichen Bergleben auch ein Zeugnis von Kirchners Stilwandel in diesen Jahren. 1917 hatte sich Kirchner in die Schweizer Alpen zurückgezogen. Er suchte Erholung für seine zerrütteten Nerven und seine angeschlagene Gesundheit. Insge-samt 21 Jahre lebte und arbeitete er in der Nähe von Davos. In diesen Jahren entstanden, inspiriert von der Bergwelt, zahlreiche von Kirchners eindrucksvollsten Werken.
Pressekontakt:
Christina Henneke, Telefon: 0251 5907-209, christina.henneke@lwl.org und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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