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Mitteilung vom 05.02.08

Presse-Infos | Kultur

Auf den Spuren des Ruhrbergbaus

Vortrag im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall

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Witten (lwl). Im Rahmen der Sonderausstellung "Im Auftrag Seiner Majestät - Die Reise des Oberbergrats Friedrich Wilhelm von Reden von Oberschlesien ins Ruhrtal" stellt Dr. Klaus Eichholz am Mittwoch, 6. Februar, im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten bergbauhistorische Kartenwerke der Grafschaft Mark vor. Dazu lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) um 19 Uhr in sein Wittener Museum an der Nachtigallstraße 35 ein. Ab 18 Uhr besteht zusätzlich die Möglichkeit zum Rundgang durch die Sonderausstellung. Der Eintritt ist frei.

Als Friedrich Wilhelm von Reden im Jahre 1782 das Steinkohlengebiet der Grafschaft Mark bereiste, konnte er nicht auf geeignete Karten zurückgreifen, die ihn über die Lage der einzelnen Bergwerke informierten. Fünf Jahre später beauftragte der Freiherr vom Stein den Markscheider (Bergnotar) Johann Friedrich Conrad Niemeyer (1759-1814) mit der Anfertigung derartiger Karten. Sein 1787-1794 entstandenes Kartenwerk umfasst 185 Blätter und eine Fläche von 850 Quadratkilometern. Es ist die erste topographische Aufnahme der Grafschaft Mark, mit der Angabe von ca. 400 Zechen, der Darstellung aller Flüsse, den politischen Grenzen, den Städten und Ortschaften mit den einzelnen Höfen.
Anhand dieser und anderer historischer Bergbaukarten wird Dr. Klaus Eichholz, selbst Markscheider, die Reise Redens nachvollziehen. Aus den mit großer Genauigkeit und zeichnerischem Können hergestellten Karten lassen sich noch mehr Erkenntnisse gewinnen. So können die Transportwege der Kohle, also die Kohlenwege, Straßen und Chausseen anschaulich nachgezeichnet werden. Und ein Blick auf die Herrenhäuser an der Ruhr vermittelt einen Eindruck von der Landschaft vor 200 Jahren. So sind die Bergbaukarten nicht nur eine historische Quelle für die Erforschung des alten Bergbaus, sie sind auch für die Orts- und Regionalgeschichte von besonderer Bedeutung.

Weitere Veranstaltungen der Vortragsreihe:

27.02.2008
"Hier bin ich also in Westphalen angekommen..." Das Leben des Freiherrn Karl vom und zum Stein. Vortrag und Filmvorführung von Dr. Volker Jakob, LWL-Medienzentrum für Westfalen, Münster

05.03.2008
Dreimaliger Denkmalbau, doppelter Denkmalsturz - Das Nachleben Friedrich Wilhelm von Redens im deutsch-polnischen Spannungsfeld. Vortrag von Dr. Thomas Parent, LWL-Industriemuseum, Dortmund

19.03.2008
Friedrich Wilhelm von Reden und der schlesische Eisenkunstguss. Vortrag von
Dr. Idis B. Hartmann, Oldenburg.



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Tel. 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org




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