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Mitteilung vom 24.01.05

Presse-Infos | Der LWL

"Die Grafen zu Stolberg-Wernigerode und die Henrichshütte in Hattingen"
Abschluss-Vortrag zur Ausstellung "Henrichs Hütte"

Bewertung:

Hattingen (lwl). Noch bis zum 30. Januar zeigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die Ausstellung "Henrichs Hütte. Der Graf und sein Werk" anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Hüttenwerkes in seinem Westfälischen Industriemuseum Henrichshütte Hattingen. Abschließender Höhepunkt ist der Vortrag von Dr. Jörg Brückner am Freitag, 28. Januar, um 20 Uhr. Der Leiter der Außenstelle Wernigerode des Landeshauptarchivs Sachsen-Anhalt referiert über die Grafen zu Stolberg-Wernigerode und die Henrichshütte Hattingen. Dafür wertete er bisher ungeöffnete Akten des Landeshauptarchivs Sachsen-Anhalt aus. Die Gäste des Vortragsabends erfahren also bislang unbekannte Details der Hüttengründung.

Der Vortrag Brückners wird die Geschichte der Gründerfamilie der Henrichshütte - ihre Herkunft, Wappen, Besitzungen zum Zeitpunkt der Gründung und ihre Familienverhältnisse - vorstellen. Zu den Besitzungen zählten beispielsweise auch Hüttenwerke im Harz - in Ilsenburg und Schierke. Neue Erkenntnisse kann der Referent zur Person des ersten Hattinger Hüttendirektors Karl Roth präsentieren, der maßgeblich die Gründung der Henrichshütte angeregt hat. Ferner wird Dr. Brückner der Frage nachgehen, warum die Grafen zu Stolberg-Wernigerode bereits nach kurzer Zeit die Henrichshütte wieder verkauft haben.

Vor dem Vortrag bietet das Hattinger Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Führungen über das Hochofengelände an. Der Vortrag im Westfälische Industriemuseum Henrichshütte um 20 Uhr ist kostenlos. Besucher, die vorher an einer Führung teilnehmen, zahlen 3,50 € (Kinder 2 €). Treffpunkt dazu ist um 19 Uhr das Museumsfoyer.

Der Vortrag im Januar bildet den Auftakt zur diesjährigen Vortragsreihe im Westfälischen Industriemuseum, die ab März ganz im Zeichen des Themas Schmieden stehen wird.

Die Vortragsreihe im Überblick:
Die Vorträgen finden an jedem letzten Freitag im Monat um 20 Uhr statt, der Eintritt ist frei.

28. Januar
Die Grafen zu Stolberg-Wernigerode
und die Henrichshütte in Hattingen
Dr. Jörg Brückner, Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt

25. Februar
Auftrieb durch Dampfkraft - Über die Bemühungen
um dampfbetriebene Flugzeuge
Dr. Jürgen Laege, Haltern

18. März
Stahl - Ein Abriss der Geschichte seiner Erzeugung
Dipl.-Ing. Manfred Toncourt, Verein Deutscher
Eisenhüttenleute, Düsseldorf

29. April
Das Freiformschmieden - Grundzüge seiner Entwicklung
Dipl.-Ing. Klaus Dieter Knöppel,
Westfälisches Freilichtmuseum Hagen,
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)

27. Mai
Schmieden einer Kurbelwelle auf der Henrichshütte, 1998
Ausschnitte aus Filmmaterial des
Westfälischen Landesmedienzentrums, Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)


24. Juni
Schmelzen und Schmieden von Eisen in der Ur- und Frühgeschichte
Prof. Dr. Albrecht Jockenhövel, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

29. Juli
Schmieden und Schmiede in Richard Wagners "Ring der Nibelungen"
Prof. Dr. Werner Breig, Erlangen

26. August
Schmieden von Damaszenerklingen
19 Uhr Schauvorführung mit Dipl.-Ing. Matthias Zwissler, Duisburg

30. Sept.
Der Schmied in der Mythologie von der Antike bis ins Mittelalter
Prof. Dr. Christoph Daxelmüller, Universität Würzburg

28.10.
Aufstieg und Untergang der Schmiedebetriebe der Henrichshütte
Anja Kuhn, Westfälisches Industriemuseum

25.11.
Schmieden - nur historisch interessant?
Substitutionsprozesse und zukünftige Entwicklungen
Dipl.-Ing. Oliver Ziegelmayer, Prof. Dr.-Ing. R. Kopp, RWTH Aachen



Pressekontakt:
Anja Kuhn, Tel. 0231 6961-139 und Markus Fischer, Tel.: 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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