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Mitteilung vom 12.05.03

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LWL-Kunstwerk des Monats zeigt harmonische Einheit von Mensch und Natur

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Münster (lwl). Ein bekanntes Werk der Klassischen Moderne präsentiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster als Kunstwerk des Monats Mai: das Ölgemälde "Im Walde", das der expressionistische Künstler Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976) 1913 schuf.

Das Bild zeigt drei Frauen in stark vereinfachten Umrissen, deren natürliche Bewegungen der Künstler wie zufällig erfasst. Die Farbgebung unterstützt den Eindruck der harmonischen Einheit von Mensch und Natur und der kraftvollen
Vitalität des dargestellten menschlichen und pflanzlichen Lebens. Demnach erzählt das Bild keine Geschichte, Thema ist vielmehr die Harmonie zwischen Figur und Umgebung, die sich allein aus Form und Farbe aufbaut.

Das Gemälde "Im Walde" nimmt im Schaffen von Karl Schmidt-Rottluff einen besonderen Stellenwert ein. Im Gegensatz zu seinen "Brücke"-Kollegen Heckel, Kirchner, Mueller und Pechstein hatte sich Schmidt-Rottluff nie an den gemeinsamen Bade- und Malaufenthalten an den Moritzburger Teichen beteiligt, sondern die Einsamkeit der Dangaster Küstenregion vorgezogen. 1913 brach er mit dieser Gewohnheit und fuhr auf Anregung Pechsteins nach Nidden auf der Kurischen Nehrung.

Erst zu diesem Zeitpunkt, in den Monaten direkt nach der offiziellen Auflösung der Künstlergemeinschaft "Brücke", beschäftigte sich Schmidt-Rottluff erstmals intensiv mit dem Thema des nackten, bewegten Körpers in freier Natur.
Der in Nidden erlebte harmonische Einklang mit der Natur drückt sich in einem auf kräftige Grün- und Rottöne reduzierten Farbspektrum und in der monumentalen Ruhe und Ausgewogenheit der Figuren und Formen aus.

Diese Art der Darstellung erinnert an Paul Gauguin, den Maler, der durch seine Tahiti-Aufenthalte zum Begründer des künstlerischen Mythos vom ursprünglichen, unverdorbenen Leben des Menschen in Harmonie mit der Natur geworden ist.

Das Westfälische Landesmuseum hat zum Kunstwerk des Monats ein Faltblatt herausgegeben, das zum Preis von einem Euro im Museum erhältlich ist.




Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 13.000 Beschäftigten für die 8,5 Millionen Menschen in der Region. Mit seinen 41 Schulen, 17 Krankenhäusern, 17 Museen und als einer der größten Sozialhilfezahler Deutschlands erfüllt der LWL Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, der durch ein Parlament mit 135 Mitgliedern aus den Kommunen kontrolliert wird.




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