Mitteilung vom 06.02.03
Presse-Infos | Der LWL
Ruhrnachen geht auf Nachtigall vor Anker
130 Jahre altes Original für LWL-Industriemuseum nachgeschmiedet
Witten (lwl). Vor zwei Monaten transportierte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) den Ruhrnachen in sein Westfälisches Industriemuseum Zeche Nachtigall. Jetzt geht der 35 Meter lange Nachbau des historischen Kohlenschiffes aus dem 19. Jahrhundert in Witten auch wirklich ¿vor Anker¿. Im LWL-Museum kam am Donnerstag (6.2.) der Schiffsanker an. Das 110 Kilogramm schwere Stahlstück wurde im Wuppertaler Schmiedebetrieb von Uwe und Hans Werner Hoffmann nach dem Vorbild eines 130 Jahre alten Originals geschmiedet. Wenn der LWL das Museum Zeche Nachtigall am 10. Mai eröffnet, können sich Besucher ein Bild des kompletten Ensembles mit Kohlenniederlage, Anleger, Schiff ¿ und Anker machen.
¿Die Rekonstruktion des Ankers war notwendig, weil das vor vielen Jahren in der Ruhr gefundene Original aus konservatorischen Gründen nicht im Freien gezeigt werden kann¿, erklärt Dr. Olaf Schmidt-Rutsch vom LWL-Industriemuseum. Der LWL hatte den Fund Anfang der 1990er-Jahre vom Märkischen Museum übernommen. Nachdem der Anker zuletzt in einem Bootshaus am Kemnader Stausee ausgestellt war, wanderte er zunächst ins Depot des Westfälischen Industriemuseums. Ab Mai können Besucher das Original dann im Ausstellungsgebäude auf Nachtigall sehen.
Der ¿neue¿ Anker kommt auf den Bug des Ruhrnachen. Rund um das hölzerne Kohlenschiff auf dem Nachtigall-Gelände gehen in den kommenden Wochen die Arbeiten für die Wasserlandschaft mit Anlegestelle voran. Der Ruhrnachen soll später auf Stützen einige Zentimeter über dem Wasser schweben. ¿Die Inszenierung und eine Ausstellung an Bord werden einen lebendigen Eindruck von der Kohlenschifffahrt auf der Ruhr vermitteln¿, verspricht Schmidt-Rutsch. Ein Flussmodell, an dem Besucher ausprobieren können, wie die Ruhr durch Mühlenwehre und Schleusen reguliert und schiffbar gemacht wurde, und ein Wasserspielplatz für junge Besucher ergänzen den Ausstellungsbereich.
Pressekontakt:
Markus Fischer, Telefon: 0251 591-235 und Christiane Spänhoff, Telfon: 0231 6961-127
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