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Mitteilung vom 15.01.15

Presse-Infos | Maßregelvollzug

Investition in Sicherheit und Zukunft der LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem geplant

Umbau und Erweiterung soll 25 neue Arbeitsplätze schaffen

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Münster/Stemwede-Haldem (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und das Land Nordrhein-Westfalen wollen in die Sicherheit und wirtschaftliche Entwicklung der LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem investieren. Durch die geplanten Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen können im Laufe der kommenden zehn Jahre in der LWL-Maßregelvollzugsklinik etwa 25 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Eine konkrete Zeitplanung für die Bauprojekte steht noch nicht fest.

"Wir möchten die bauliche Ausstattung, die technischen Sicherheitsstandards sowie die Wirtschaftlichkeit optimieren und unsere Klinik auch auf diese Weise auf die Anforderungen der Zukunft vorbereiten", sagte die Kaufmännische Direktorin der LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem Barbara Steinmeyer. Sie stellte die Vorüberlegungen für die geplanten Baumaßnahmen am Mittwochabend (14.1.) den Bauausschussmitgliedern des Stemweder Gemeinderates vor.

Zusammen mit dem Land Nordrhein-Westfalen planen die Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem und der Klinikträger, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, in den kommenden zehn Jahren perspektivisch verschiedene Umbau- und Neubaumaßnahmen. "Diese werden zu einer deutlichen Verbesserung der Unterbringung der Patienten führen. Zudem investieren wir dadurch auch weiter in die bauliche Sicherheit", so Tilmann Hollweg, Maßregelvollzugs-Dezernent beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Die Baukosten betragen voraussichtlich mehr als acht Millionen Euro.

In einem der ersten Schritte ist geplant, die Sicherheitszaunanlage zu modernisieren und zu erweitern. Grundlage dafür sind - wie bereits bei der bestehenden Zaunanlage - die baulichen und technischen Sicherheitsstandards des Landes für forensische Kliniken. Es ist weiter vorgesehen, ein dreigeschossiges Gebäude aus den 1980er Jahren, in dem derzeit offene Wohngruppen untergebracht sind, in den geschlossenen Bereich der Klinik zu integrieren und umfassend zu sanieren. Auch ein Sozialzentrum für die Patienten des geschlossenen Bereichs soll dabei entstehen und Platz für eine Cafeteria, eine Bücherei sowie Kreativ- und Seelsorgeräume bieten. In einem weiteren Schritt soll der arbeitstherapeutische Bereich erweitert werden. Als Ersatz für den bisherigen offenen Bereich soll auf dem Klinikgelände eine kleinere, offene Station gebaut werden.

Durch den Um- und Neubau steigt die Zahl der stationären Therapieplätze in der LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem von 179 auf 207. Damit würde die Klinik auch neue Arbeitsplätze in der Region schaffen, voraussichtlich werden 25 Vollzeitstellen entstehen. "Aufgrund der steigenden Zahl an Zuweisungen von suchtkranken Straftätern gibt es auch in unserer Klinik einen höheren Platzbedarf", erklärte Barbara Steinmeyer, Kaufmännische Direktorin der LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem.

Uwe Dönisch-Seidel, Landesbeauftragter für den Maßregelvollzug in Nordrhein-Westfalen: "Die vorgesehenen baulichen, sicherheitstechnischen und wirtschaftlichen Entwicklungsmaßnahmen dienen dazu, die Planungen des Landes und des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe für die kommenden zehn Jahre strukturiert vorzubereiten."


Hintergrund:
Die Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem in Stemwede (Kreis Minden-Lübbecke) ist ein Fachkrankenhaus für suchtkranke Straftäter mit derzeit 179 stationären Therapieplätzen. Rechtsgrundlage für die Aufnahme ist eine gerichtliche Verurteilung nach Paragraf 64 Strafgesetzbuch (StGB) zu einer Maßregel der Besserung und Sicherung in einer Entziehungsanstalt. Neben einer gesicherten Aufnahmestation, einer halboffenen Station und einer Außenwohngruppe gibt es mehrere gesicherte Therapiestationen sowie eine forensische Nachsorgeambulanz. Die Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem steht als eine von derzeit sechs Maßregelvollzugskliniken in der Trägerschaft des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).



Pressekontakt:
Karl G. Donath, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Bianca Hannig, LWL-Maßregelvollzug, 0251 591-3476
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem
Haldemer Str. 79
32351 Stemwede
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Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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