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Mitteilung vom 07.05.14

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Achtung Redaktionen: Freigabe ab Mittwoch, 07.05.2014, 19:00 Uhr

LWL-Preise 2014 - Bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet

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Aktuelle Bilder der Preisverleihung bieten wir Ihnen am Donnerstagmorgen (8. Mai) in unserem Presseforum an.


Münster (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat am Mittwoch (7. Mai) fünf Vereine und Privatpersonen mit den LWL-Preisen 2014 für besonderes ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Dieter Gebhard, der Vorsitzende der LWL-Landschaftsversammlung, und LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch überreichten die mit je 2000 Euro dotierten Preise in Münster.

Der Förderverein Fähre e.V. Rhede (Kreis Borken) bekam den LWL-Sozialpreis. Den LWL-Jugendpreis erhielt der Verein für Freizeitservice und Jugendarbeit e.V. aus Warendorf. Rita und Ingo Marien aus Recklinghausen wurden für ihre Unterstützung der Medizinischen Kinderambulanz der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln mit dem LWL-Gesundheitspreis ausgezeichnet. Der LWL-Preis in der Kategorie Psychiatrie ging nach Bielefeld an den Verein Psychiatrie-Erfahrener Bielefeld e.V. Aus dem südwestfälischen Bad Berleburg (Kreis Siegen-Wittgenstein) stammt der Gewinner des LWL-Kulturpreises, Wolfgang Völker.

"Unsere Gesellschaft wäre ärmer ohne Menschen wie Sie, für die es eine Selbstverständlichkeit ist, ihre freie Zeit zu opfern und sich für andere ehrenamtlich einzusetzen. Daher an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an Sie, die Sie stellvertretend für alle Ehrenamtler stehen", dankte LWL-Direktor Kirsch allen Preisträgern bei der Begrüßung.

Vermeidung von Überforderung, aber Förderung größtmöglicher Selbstständigkeit - das ist die Prämisse des Fördervereins Fähre e.V. Rhede. Für sein Engagement für die Integration von seelisch kranken Menschen in die Gesellschaft wurde der Verein mit dem LWL-Sozialpreis ausgezeichnet. Etwa 90 Arbeitstrainingsplätze ermöglichen Betroffenen einen niedrigschwelligen Einstieg in den Arbeitsmarkt und verhelfen ihnen so zu einem neuen Selbstwertgefühl. Als Gründungsmitglied der InSel gGmbh beteiligt sich der Verein zudem an derzeit etwa 140 Plätzen im ambulant betreuten Wohnen im Kreis Borken. Alle Aktivitäten stehen unter dem Anspruch, den Kranken in seinem Wunsch nach Selbstbestimmung ernst zu nehmen, seine Selbstheilungskräfte zu stärken und ihn trotz seiner seelischen Turbulenzen in der Gemeinde zu versorgen und dort wieder eine Heimat zu geben. "Die Erfolge des Vereins wurden durch ein hohes Maß an ehrenamtlichem und bürgerschaftlichem Engagement bewirkt. Ihnen allen gebührt Dank und Anerkennung", so der Vorsitzende der LWL-Landschaftsversammlung, Dieter Gebhard, bei der Preisübergabe.

Den LWL-Jugendpreis erhielt der Verein für Freizeitservice und Jugendarbeit e.V. Mit seinen Projekten ist er wichtiger Bestandteil der Jugendhilfelandschaft in Warendorf. Er bemüht sich um eine Steigerung der Sozialkompetenz, führt regelmäßig Selbstbehauptungstrainings durch und veranstaltet jährlich stattfindende Veranstaltungen wie das Rockfestival "Ramasuri" oder den Wettbewerb "Skate-Jam". Mit dem Projekt "Bildungs- und Erziehungsnetzwerk BEN" wurde ein nachhaltiger Kooperationsverbund zwischen Tageseinrichtungen und dem Grundschulverbund geschaffen. Kirsch lobte die Vermittlungsziele des Vereins: "Das Leben selbstbestimmt in die Hand nehmen, mit anpacken und sich mit Mut, Kreativität und seinem Können in unser Gemeinwesen einbringen, ist im besten Sinne Ausdruck bürgerlicher Freiheit des Ehrenamts."

Die Eheleute Rita und Ingo Marien unterstützen seit einigen Jahren die Arbeit der Medizinischen Kinderambulanz der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln. Dafür wurden Sie mit dem LWL-Gesundheitspreis ausgezeichnet. Mit dem Verkauf von selbsthergestellten Lebensmitteln, Bastelartikeln und Näharbeiten konnte das Ehepaar gemeinsam mit anderen ehrenamtlichen Helfern bereits eine fünfstellige Spendensumme eintreiben. Die Kinderschutzambulanz ist eine Anlaufstelle für junge Gewaltopfer, die im Falle von körperlicher, emotionaler und sexueller Misshandlung medizinische Hilfe und Beratung leistet. "Als Dank und Anerkennung für das engagierte Eintreten und den langen Atem, den Sie bei der Umsetzung Ihrer Idee hatten und weiterhin unter Beweis stellen wollen, verleihen wir Ihnen den LWL-Gesundheitspreis 2014", so Gebhard in seiner Lobrede.

Den LWL-Psychiatriepreis übergab der LWL-Direktor an den Verein Psychiatrie-Erfahrener Bielefeld e.V. Der Verein fördert die Selbsthilfe von Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen und wirkt mit an Projekten zur Verbesserung der gemeindepsychiatrischen Versorgung. Er veranstaltet Psychiatrie- und Psychoseseminare, arbeitet mit an einer Beschwerdestelle für Psychiatrie, an der Durchführung von regelmäßigen Beratungsstunden und bietet die Qualifizierung von Psychiatrie-Erfahrenen als Genesungsbegleiter an. "Die Arbeit Ihres Vereins zeichnet sich durch ein breites und nachhaltiges ehrenamtliches Engagement aus, das sich längst nicht mehr nur auf die Förderung der Selbsthilfe, den Informations- und Erfahrungsaustausch von Betroffenen beschränkt", lobte Kirsch bei der Preisübergabe.

Wolfgang Völker hat sich mit viel ehrenamtlichem Engagement für die Realisierung, Finanzierung und Instandhaltung des "internationalen Waldskulpturenwegs" eingesetzt. Dafür wurde er dem LWL-Kulturpreis ausgezeichnet. Der Weg erstreckt sich zwischen Bad Berleburg und Schmallenberg über 23 Kilometer. Am Wegesrand stehen elf Skulpturen und Installationen international bekannter Künstler. Wolfgang Völker wirbt Fördermittel ein, löst technische und logistische Probleme der Großskulpturen und sorgt für deren Instandsetzung. "Sein ehrenamtliches Engagement hat maßgeblich dazu beigetragen, dass dieser deutschlandweit einzigartige Kunstwanderweg entstanden ist - ein Projekt mit großer kulturpolitischer und touristischer Bedeutung für die südwestfälischen Landkreise", sagte Gebhard in seiner Lobrede.



Pressekontakt:
Moritz Leetz, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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