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Mitteilung vom 06.03.12

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LWL verleiht seinen Karl-Zuhorn-Preis an Jan Brademann aus Münster

für seine Arbeiten zu den Kirchhöfen des Münsterlandes

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Münster/Bielefeld (lwl). Der Landschafts¬ver¬band Westfalen-Lippe (LWL) verleiht seinen mit 5.000 Euro dotierten Karl-Zuhorn-Preis für west¬fälische Landesforschung an Dr. Jan Brademann aus Münster. Der Nachwuchswissenschaftler, der in Wolfen (Sachsen Anhalt) geboren wurde, erhält den alle drei Jahre ver¬liehenen Preis für seine Arbeiten zu den Kirchhöfen des Münsterlandes. Das hat der LWL-Kulturausschuss am Mittwoch (15.02.) in Münster beschlossen.

"Mit seiner Untersuchung zur Konfessionalisierung der Begräbniskultur im Münsterland des 16. bis 18. Jahrhunderts hat Brademann ein breites Spektrum von Quellen genutzt, um ein präzises Bild der Kirchhofnutzung zu entwerfen. So konnte er beschreiben, wie die Ideen des Konzils von Trient im lokalen Alltag umgesetzt, abgelehnt oder umgedeutet wurden. Er hat somit die Grundlage für neue, stärker kulturgeschichtlich ausgerichtete Forschungen zur Konfessionalisierung gelegt", heißt es in der Begründung des Rates für westfälische Landeskunde. Brademann bringe damit westfälische Geschichte in die allgemeine vergleichende Landesgeschichte in Deutschland ein, so der Rat weiter.

Brademann, der 1977 in Wolfen geboren wurde, hat an der Universität Halle-Wittenberg zunächst Betriebswissenschaften studiert, 1998 wechselte er zu Geschichte, Politikwissenschaften sowie Landesgeschichte und machte 2004 seinen Magister. In den Jahren 2005 und 2006 arbeitete er als wissenschaftliche Hilfskraft in der Abteilung für Westfälische Landesgeschichte an der Universität Münster. Von 2006 bis 2011 war er Mitarbeiter im Teilprojekt "Profan und heilig: Kirchhöfe als Ort und Räume symbolischer Kommunikation in der ländlichen Gesellschaft Westfalens". 2010 promovierte er, seit 2011 arbeitet er als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bielefeld.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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