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Mitteilung vom 15.07.11

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LWL verleiht Konrad-von-Soest-Preis 2011 an die Video-Künstlerin Johanna Reich

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Münster/Minden (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) verleiht seinen Konrad-von-Soest-Preis in diesem Jahr an die Videokünstlerin Johanna Reich. Unter dem Vorsitz von LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch hat eine elfköpfige Jury diesen "Westfälischen Kunstpreis" der Künstlerin für ihre "besonderen Leistungen auf dem Gebiet der Bildenden Kunst" zuerkannt. Der Preis ist mit 12.800 Euro dotiert, der LWL verleiht ihn seit 1954 alle zwei Jahre im Wechsel mit dem "Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis".

"Johanna Reich thematisiert in ihren Videoperformances Bild- und Erfahrungswelten, die auf reflektierte und zugleich hintergründige Art und Weise den Betrachter faszinieren. Dabei nutzt ihre künstlerische Praxis das Medium Video zur Auseinandersetzung mit dessen formalen und inhaltlichen Potentialen", sagte Jury-Vorsitzender und LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch. "In eigenständigen und einfallsreichen visuellen Experimenten lotet die Künstlerin die Grenzen und Möglichkeiten künstlerischer Arbeit aus und liefert damit einen wichtigen Beitrag zur zeitgenössischen Kunst".

Die 1977 in Minden geborene Künstlerin studierte seit dem Jahr 2000 an der Kunstakademie Münster bei Paul Isenrath, Andreas Köpnick und Peter Schumbrutzki. Zwischenzeitlich absolvierte sie in Hamburg bei Gerd Roscher und Wim Wenders ein Gaststudium. 2006 wurde sie zur Meisterschülerin ernannt, 2007 machte sie das Examen. Danach war sie von 2009 bis 2011 zum Postgraduierten Studium an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Heute lebt und arbeitet sie in der Domstadt.

2010 erhielt Reich den Prize for the best video artist beim Crosstalk Festival in Budapest sowie den GWK-Förderpreis für Bildende Kunst, 2009 bekam sie den Förderpreis des Landes NRW für Medienkunst, 2007 gewann sie den Exellence Prize beim Japan Media Arts Festival. Seit 2004 sind ihre Videoperformances weltweit auf Ausstellungen zu sehen.

Hintergrund
Der nach dem bedeutendsten westfälischen Künstler des Mittelalters benannte Preis wird Künstlern verliehen, die in Westfalen geboren sind oder hier leben und arbeiten.

Die Preisverleihung wird am 16. November in Münster stattfinden.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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