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Mitteilung vom 22.02.10

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Das Schiffahrtsmuseum Flensburg stellt sich vor

Lichtbildervortrag im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg

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Waltrop (lwl). Besuch aus dem hohen Norden erwartet das LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg am Dienstag, 9. März. Dann ist in der Vortragsreihe "Schifffahrtsmuseen stellen sich vor" Dr. Thomas Overdick, Museumsleiter des Flensburger Schiff¬fahrtsmuseums, zu Gast. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt um 19.30 Uhr zum Besuch des kostenlosen Vortrags ein.

Wer den Namen "Flensburg" hört, denkt meist an Punkte für Verkehrssünder oder Bier in "ploppigen" Bügelflaschen. Weniger bewusst wird vielen sein, dass die idyllisch gelegene Stadt an der Flensburger Förde im 16. Jahrhundert zur größten Handelsstadt der dänischen Krone aufstieg, größer und bedeutender als Kopenhagen oder Hamburg in dieser Zeit. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bescherte die Westindienfahrt der Stadt eine erneute Blütezeit. Flensburg etablierte sich als Zucker- und Rumstadt.

Die Industrialisierung brachte die Dampfkraft und den Stahlschiffbau an die Förde. Und auch wenn der Flensburger Hafen mit dem Ende der Butterfahrten 1999 seine letzte Hochzeit hinter sich hat, so ist die Seefahrt für Flensburg mit der 1872 gegründeten Werft der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft und den traditionsreichen Seefahrtsschulen immer noch von großer Bedeutung.

Dem ebenso faszinierenden wie reichhaltigen maritimen Erbe der Stadt haben sich in den letzten 30 Jahren verschiedene Institutionen verschrieben. Neben dem Flensburger Schiffahrtsmuseum sind hier der Museumshafen Flensburg, der Salondampfer Alexandra, der Verein Klassische Yachten und die Museumswerft zu nennen. Im Laufe der Zeit ist so das in Europa einmalige Ensemble des Historischen Hafens Flensburg entstanden, eine Art offenes Freilichtmuseum, das über thematische Stadtrundgänge zudem eng mit der historischen Altstadt Flensburgs verknüpft ist. Großveranstaltungen wie die Rum Regatta, das Dampf Rundum, die Apfelfahrt und die Regatta von 1855 lassen dabei Jahr für Jahr die Zeiten der Segel- und Dampfschiffe wieder auferstehen.

In seinem Vortrag wird Museumsleiter Overdick, die lebendige maritime Szene um den Historischen Hafen Flensburg vorstellen und das Konzept zur Erweiterung und Neugestaltung des Schiffahrtsmuseums präsentieren.

"Mit dem Vortrag möchten wir Besucher aus dem Ruhrgebiet nicht nur ins LWL-Industriemuseum locken, sondern sie auch dazu anregen, sich auf die Reise nach Norddeutschland zu begeben", so LWL-Museumsleiter Herbert Niewerth für den Besuch der Veranstaltung.



Pressekontakt:
Herbert Niewerth, LWL-Industriemuseum, Telefon: 02363 9707-0 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Am Hebewerk 26
45731 Waltrop
Karte und Routenplaner



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