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Mitteilung vom 10.03.09

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"Heimat als Antrieb"

Der frühere LWL-Direktor Herbert Neseker wird 80

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Münster (lwl). Dr. Wolfgang Kirsch, der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), hat dem früheren LWL-Direktor Herbert Neseker zum 80. Geburtstag am Donnerstag (12.3.) gratuliert. Neseker sei in seinen drei Jahrzehnten beim LWL stets entschieden für eine starke Position Westfalens in NRW eingetreten und habe die regionale Identität aus tiefer Überzeugung gefördert, schrieb Kirsch. "Sein ausgeprägtes Heimatbewusstsein, seine Verbundenheit mit ganz Westfalen, hat Herbert Neseker nicht nur beruflich, sondern auch im Privaten angetrieben", so der LWL-Direktor.
Neseker, geboren in Münster, arbeitete von 1958 an beim LWL. Acht Jahre später wählte ihn die Landschaftsversammlung zum Dezernenten. Der studierte Rechtswissenschaftler leitete bis 1971 die Sozialhilfeabteilung. Nach einigen Jahren im NRW-Sozialministerium kehrte Neseker zum LWL zurück, wo er 1978 zum Direktor gewählt wurde. Das Amt übte er bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1991 aus.

Während seiner Amtszeit entwickelte sich eine dezentrale, regional verankerte psychiatrische Versorgung, die aus stationären, teilstationären sowie ambulanten Elementen besteht und auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten ist. Neseker initiierte 1989 auch Partnerschaften des LWL-Psychiatrieverbundes mit psychiatrischen Krankenhäusern in Polen. In den 80er Jahren begann der LWL damit, die Geschichte der westfälischen Provinzialheilanstalten aufzuarbeiten.

Während Nesekers Amtszeit entstanden das LWL-Museum für Naturkunde in Münster und das LWL-Industriemuseum an acht Standorten, das das industrielle Zeitalter und seine Entwicklung in der Region thematisieren.

Herbert Neseker war zwölf Jahre lang Vorsitzender des Westfälischen Heimatbundes, zwischen 1993 und 2002 war er auch Präsident der NRW-Stiftung für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, die während dieser Zeit knapp 600 Projekte förderte. Für seine Verdienste erhielt Neseker den NRW-Landesorden, die Paulus-Plakette der Stadt Münster und das Bundesverdienstkreuz.



Pressekontakt:
Martin Holzhause, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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