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Mitteilung vom 22.02.08

Presse-Infos | Kultur

LWL hat neue Kulturdezernentin

Abschied von Prof. Teppe

Bewertung:

Münster (lwl). Die neue Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Dr. Barbara Rüschoff-Thale (45), ist am Freitag (22.Februar) in Münster in ihr neues Amt eingeführt worden. Die frühere Leiterin des LWL-Museums für Archäologie in Herne ist für acht Jahre gewählt und steht der LWL-Kulturabteilung mit ihren wissenschaftlichen Kommissionen, Kulturdiensten und 17 Museen mit über 800 Beschäftigten vor. Der bisherige Amtsinhaber Prof. Dr. Karl Teppe (64) wurde gleichzeitig in den Ruhestand verabschiedet.

LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch würdigte die Verdienste Teppes, der zum Beispiel 2007 einen neuen Besucherrekord in den LWL-Museen erreicht habe: "1,8 Millionen kamen im vergangenen Jahr, während Ihrer neunjährigen Amtszeit gingen über zehn Millionen Besucherinnen und Besucher in unsere Museen."

Teppes Name sei verbunden mit dem Ausbau der Museen in Petershagen (Kreis Minden-Lübbecke, LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim), Detmold (Kreis Lippe, LWL-Freilichtmuseum), Hagen (LWL-Freilichtmuseum), Münster (LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte), Dortmund (LWL-Industriemuseum Zeche Zollern) und Haltern (Kreis Recklinghausen, LWL-Römermuseum).
Kirsch hob besonders Teppes Engagement für das Kloster Dalheim in Lichtenau (Kreis Paderborn) hervor: "Sie haben früh erkannt, dass es sich bei Kloster Dalheim um einen Schatz im Dornröschenschlaf handelte, der wachgeküsst werden wollte - es muss ein feuriger Kuss gewesen sein." Im vergangenen Jahr war Dalheim als erstes Landesmuseum für Klosterkultur in Deutschland eröffnet worden.


Die Nachfolgerin werde "voller Ideen und Tatendrang" daran arbeiten, dass der LWL weiter eine wichtige Rolle in der Kultur spiele, um das kulturelle Erbe Westfalen-Lippes zu bewahren, zu erforschen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sagte Kirsch.

Rüschoff-Thale verantwortet zukünftig ein Jahresbudget für die LWL-Kultur von rund 62 Millionen Euro. Die promovierte Archäologin studierte in Münster und Köln und verfügt über Auslandserfahrung bei Ausgrabungsprojekten in Israel und in Namibia. Seit 1999 arbeitet sie beim LWL und führte seit seiner Gründung 2003 das zentrale Archäologiemuseum des Kommunalverbandes in Herne. Die neue Dezernentin kündigte an, noch stärker auf die Zusammenarbeit der Kultureinrichtungen zu setzen und Kulturarbeit mit Tourismus zu verknüpfen.

Die Vorsitzende der Landschaftsversammlung Maria Seifert dankte dem scheidenden Kulturdezernenten im Namen aller Fraktionen des "Westfalenparlaments" und begrüßte Rüschoff-Thale im neuen Amt. Auch der Präsident der Kunststiftung NRW, Dr. Fritz Schaumann, gratulierte der neuen Dezernentin zur Wahl und sagte über ihren Vorgänger, er habe sich um die Kulturförderung sehr verdient gemacht. Karl Teppe richtete zum Abschied den Wunsch an die Politiker: "Was gut ist für die Kultur, ist gut für Westfalen-Lippe".



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



Anlagen:
Anlage 1: Rede des LWL-Direktors Dr. Wolfgang Kirsch am 22. Februar 2008 im Erbdrostenhof



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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