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Mitteilung vom 20.03.03

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Stahl und Eisen aus Dahlhausen an der Ruhr
Vortrag im LWL-Industriemuseum Henrichshütte und letzte Fackelführung

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Hattingen (lwl). Um Stahl und Eisen aus Dahlhausen an der Ruhr geht es im nächsten Diavortrag, zu dem das Westfälische Industriemuseum Henrichshütte am Freitag, 28. März, um 20 Uhr einlädt. Der Bochumer Ingenieur Walter E. Gantenberg hat dieses - im Vergleich zur Bergbaugeschichte - weniger bekannte Kapitel aus der Geschichte des Bochumer Stadtteils aufbereitet.

Die Geschichte von Eisen und Stahl aus Dahlhausen begann Anfang des 18. Jahrhunderts im Hammerwerk auf der "Ruhrmühle", einem Zulieferbetrieb für die Essener Gewehrfabrikation. Später wurde auf dem Ruhrhammer vor allem aus englischem Roheisen Stahl hergestellt. "Daraus entstanden Werkzeuge für den Bergbau, Bajonette für die Königlich Preußische Gewehrfabrik Saarn-Hattingen und andere Gebrauchsgegenstände wie Ofenrohre", berichtet Gantenberg.

Pläne zum Bau der Eisenhütte "Concordia" zu Dahlhausen mit dem geplanten Bau eines Kokshochofens scheiterten 1842 vor allem an der unsicheren Eisenerzversorgung und am fehlenden Kapital. 1888 wurde das Werk in die hochwasserfreie Dahlhauser Aue verlegt. Dort entstanden auch ein Siemens-Martin-Stahlwerk und schwere Schmiedehämmer, so dass dieses Werk später über 300 Mitarbeiter beschäfte. Anfang der 1930er Jahre wurde das Werk in Dahlhausen stillgelegt. Gantenberg: "Für den Bochumer Stadtteil Dahlhausen wurde so der Niedergang der Eisen- und Stahlindustrie im Ruhrgebiet und der damit verbundene Strukturwandel im Zeitraffer vorweggenommen."

Der Vortrag beginnt am Freitag (28.3.) um 20 Uhr im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL); der Eintritt ist frei. Zuvor beginnt um 19 Uhr die "Spätschicht", die freitägliche Erlebnisführung über das Areal der Henrichshütte. Weil die Abende langsam heller werden, findet der Rundgang am 28. März zum letzten Mal im Fackelschein statt. Teilnahmegebühr hierfür: 3,50 €, Kinder ab 6 Jahren 2 €.











Pressekontakt:
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