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Mitteilung vom 16.07.02

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Der LWL verleiht den Konrad-von-Soest-Preis 2002 an die Bildhauerin Katharina Fritsch

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Münster (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) verleiht seinen mit 12.800 Euro dotierten "Konrad-von-Soest-Preis" in diesem Jahr an Katharina Fritsch (Düsseldorf/Münster). Unter dem Vorsitz von LWL-Chef Wolfgang Schäfer hat eine zehnköpfige Jury diesen "Westfälischen Kunstpreis" der Bildhauerin zuerkannt, die als Professorin an der Kunstakademie in Münster lehrt. Der LWL verleiht den Kunstpreis seit 1954 im jährlichen Wechsel mit dem "Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis".

"Mit ihren Skulpturen spürt Katharina Fritsch Prototypen und allgemein üblichen Auffassungen von Gegenständen nach. In deren ästhetischer Prägnanz und handwerklicher Perfektion nähern sie sich dem Ideellen an und entwickeln durch ihre Form und Farbigkeit eine außerordentliche Präsenz", heißt es in der Begründung der Jury. Weiter heben die Juroren hervor, dass die "Sicherheit, mit der die Bildhauerin den Maßstab der Skulpturen bestimmt, eine ungewöhnliche Reflektion unserer Erfahrungswelt bewirkt, die zugleich einem kollektiven Erkennungscode unterworfen ist." Es seien "bekannte Embleme, deren Macht sie durch ihre Arbeitsweise offen legt und mobilisiert".

Katharina Fritsch wurde 1956 in Essen geboren, lebt in Düsseldorf und lehrt als Professorin für Bildhauerei an der Kunstakademie Münster. Sie ist erst kürzlich durch eine umfangreiche Retrospektive in der Tate Gallery, London, und im neu eröffneten Ständehaus in Düsseldorf geehrt worden. In Westfalen ist sie besonders durch ihre Teilnahme an den "Skulptur-Projekten" von 1987 in Münster bekannt, bei denen sie mit ihrer Gelben Madonna einen herausragenden Beitrag leistete. 1989 hatte der Westfälische Kunstverein ihr eine Einzelausstellung eingerichtet.

Überreicht wird der "Konrad-von-Soest-Preis" voraussichtlich im Herbst in Münster.




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