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Mitteilung vom 04.11.11

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Trauer um Dr. Siegfried Kessemeier

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Münster (lwl). Am 1. November ist überraschend Dr. Siegfried Kessemeier im Alter von 80 Jahren verstorben. Kessemeier war langjähriger Leiter der Abteilung Landesgeschichte am LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster, Geschäftsführer und Ehrenmitglied der Vereinigung Westfälischer Museen und vielfach ausgezeichneter Dichter in Sauerländer Mundart.

Gebürtig aus Oeventrop im Sauerland aus einer ursprünglich lippischen Glasmacherfamilie, studierte er in Münster und München Publizistik, arbeitete früh als Journalist und wurde Redakteur der Kulturzeitschrift "Westfalenspiegel". 1972 bis 1978 betreute er als Geschäftsführer der Vereinigung westfälischer Museen die westfälischen Museen, wirkte als Geburtshelfer namhafter Neugründungen, so des Schieferbergbau- und Heimatmuseums der Stadt Schmallenberg, des Orgelmuseums in Borgentreich und des Glockenmuseums in Gescher.

1978 wechselte er als Referent für Landesgeschichte an das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), wo er sich in den 17 Jahren bis 1995 durch viele Ausstellungen wie "Köln-Westfalen 1180-1980", "Westfalen in Landkarten" (1986), "Köpfe der Revolution" (1989) und "Bischofsländer" (1993) einen Namen machte. Sein besonderes Interesse galt Industriebildern, der Geschichte von Minderheiten wie der Juden, sozialer und politischer Bewegungen - und der Karikatur. Noch als Pensionär kuratierte er 1999 die Gedächtnisausstellung zur Revolution 1848/49 in Westfalen und Lippe.

"Siegfried Kessemeier hat sich als Kurator um die Landesgeschichte Westfalens über seine prägende und grundlegende Arbeit am LWL-Landesmuseum für die ganze Region verdient gemacht. Er hinterlässt tiefe Spuren", erklärte Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold.

Neben seinen beruflichen Aufgaben widmete er sich intensiv dem Schreiben in seiner klangvollen Sauerländer Mundart, die nach eigenen Worten seine Identität und Heimat ausmachte. Arnhold: "Er war ein herzlicher, humorvoller, dabei zupackender Mensch von großer sozialer Sensibilität für die Schwachen in früheren Zeiten und in unserer Gesellschaft."



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Claudia Miklis, LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Telefon: 0251 5907-168, claudia.miklis@lwl.org
presse@lwl.org



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