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Mitteilung vom 02.10.08

Presse-Infos | Kultur

Prof. Dr. Hans Taubken geht nach 35 Jahren bei der Kommission für Mundart- und Namenforschung in den Ruhestand

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Münster (lwl). Nach 35 Jahren in der Kommission für Mundart- und Namenforschung beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat sich Prof. Dr. Hans Taubken in den Ruhestand verabschiedet. LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale würdigte Taubken, der seit 1990 Geschäftsführer der Kommission war, als einen verdienstvollen Vertreter westfälischer Kulturarbeit und als Kenner der westfälischen Sprach- und Literaturwissenschaft. Durch sein Engagement in verschiedenen Bereichen habe er vorbildlich für den LWL gewirkt.

Taubken wurde 1943 in Lingen (Ems) geboren. Nach der Mittleren Reife, einer Lehre als Maschinenschlosser und der Bundeswehrzeit holte er auf dem Overberg-Kolleg in Münster das Abitur nach und studierte 1968 in Münster Germanistik und Geographie. Nach seinem Examen im Jahr 1973 wurde er wissenschaftlicher Referent in der Kommission für Mundart- und Namenforschung Westfalens, einer Forschungsstelle des LWL. Hier arbeitete Taubken am großlandschaftlichen Projekt Westfälisches Wörterbuch. 1979 promovierte er mit einer vielbeachteten Studie über die Geschichte der Schriftsprache in der ehemaligen Grafschaft Lingen.

1978 hat Taubken an der Universität Paderborn einen Lehrauftrag für niederdeutsche Sprache und Literatur übernommen; 1992 verlieh ihm die NRW-Forschungsministerin den Professorentitel.

Während der Zeit seiner Geschäftsführung war die Kommission im Bereich der wissenschaftlichen Veröffentlichungen sehr produktiv. Darüber hinaus machte er sich in der Region einen Namen als einer der wichtigen Ansprechpartner im Bereich der westfälischen Sprache und Literatur. Seine ehrenamtliche Mitarbeit in der Augustin Wibbelt-Gesellschaft als Redakteur des Jahrbuches sowie Be-arbeiter der neuen Wibbelt-Edition und als Veranstalter von Leseabenden haben ihn in weiten Kreisen bekannt gemacht.

Ein besonderer Schwerpunkt von Taubkens Arbeit wurde in den vergangenen Jahren die Erforschung westfälischer Familiennamen. Er arbeitete maßgeblich an dem Internet-Portal zur westfälischen Familiennamengeografie mit. Auf der Homepage (https://www.lwl.org/familiennamen-in-westfalen) können sich Interessierte darüber informieren, wie häufig und in welcher Verbreitung ein Familienname in Westfalen vorkommt.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 18.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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