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Zensur

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Zensur und der Kampf um Pressefreiheit
 
Zensur ist keine Erfindung der Moderne: Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit lag sie vor allem in Händen der Kirche – seit 1487 brauchte sogar jedes Buch die bischöfliche Druckerlaubnis, das Imprimatur, um überhaupt erscheinen zu dürfen. Seit dem Reformationszeitalter übernahmen zunehmend staatliche Behörden diese Aufgabe.
 
Collage der Kariaktur „Die zahme Presse“ und des „Hermann. Eine Zeitschrift von und für Westfalen“
Zur gesamten Karikatur
Um 1800, als das Recht auf freie Meinungsäußerung bereits wichtiger Bestandteil politischer Forderungen geworden war, gab es in den meisten Staaten Europas Zensurbehörden. Auch Napoleon, der auf eigene Zensurgesetze verzichtete – um Pressefreiheit zu suggerieren –, hat die alte Zensurpraxis nie aufgehoben. In seinem Machtbereich wurden Berichte über militärische Niederlagen oder Kritik an der Herrschaft unterdrückt.
Nach dem Ende seiner Herrschaft hörten Zensurbestimmungen nicht auf. In der Gründungsakte des Deutschen Bundes von 1815 war zwar Pressefreiheit vorgesehen. Als sich die Unzufriedenheit des liberalen Bürgertums mit der politischen Entwicklung aber auch in kritischer Berichterstattung niederschlug, kehrte die preußische Zentralregierung zur verschärften Presseaufsicht zurück. Die Karlsbader Beschlüsse von 1819 gaben dazu die Handhabe: sie sahen sowohl verschärfte Presseaufsicht als auch Versammlungsverbot vor.
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