Der Mercatorbrunnen zu Ehren Gerhard Mercators

Der Mercatorbrunnen vor dem Duisburger Rathaus

Burgplatz • 47051 Duisburg

Der Sandsteinbrunnen zu Ehren Gerhard Mercators zeigt ein zweieinhalb Meter hohes Standbild des berühmten Kartografen in einer für die Renaissance typischen Tracht. Er blickt auf einen vor seinen Füßen stehenden Globus herab.

 

© Siegfried Mentzel, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

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Denkmal für einen berühmten Flamen in Duisburg

Im Jahr 1869 wurde in Duisburg bekannt, dass die belgische Stadt Rupelmonde als Geburtsstadt des Kartografen Gerhard Mercator ein sieben Meter hohes bronzenes Denkmal für Mercator plante. Zwar war der Kartograf dort geboren worden, seine berühmtesten Karten, die Europakarte von 1554 und seine Weltkarte von 1569, waren jedoch in seiner Werkstatt in der Duisburger Oberstraße entstanden. Daher hob man in Duisburg kurzer Hand ein Konkurrenzprojekt zu dem belgischen Denkmal aus der Taufe: Bereits drei Monate nach dem Baubeginn in Belgien wurde der Grundstein des Duisburger Pendants gelegt.

Der im Stil des Historismus errichtete Sandsteinbrunnen zeigt ein zweieinhalb Meter hohes Standbild Mercators in einer für die Renaissance typischen Tracht, herabblickend auf einen vor seinen Füßen stehenden Globus. Mercator steht auf einem Aufbau, der aus vier mit Rundbögen verbundenen Pfeilern besteht. Zwischen den Pfeilern speien vier Delphine Wasser in ein Becken. In den vier Ecken des Aufbaues sitzen vier Kinderfiguren; sie symbolisieren den Handel (Merkur- oder Heroldstab), das Gewerbe (Zahnrad), die Schifffahrt (Anker) und die Wissenschaft (Buch).

Die Inschriften auf den vier Giebelfeldern lauten „Gerhard Krämer gen. Mercator / geboren am 5. März 1512 in Rupelmonde / lebte und wirkte in Duisburg seit 1552 / gestorben in Duisburg am 2. Dezember 1594“. Der Text lässt sich auch als Versuch der nationalistischen Vereinnahmung interpretieren, da er den ursprünglich flämischen Namen Gheert de Cremer eindeutscht.

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Der Mercatorbrunnen

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