EREIGNIS

JAHR1252   Suche
TITELErwerb Vechtas durch das Bistum Münster


INFORMATIONBischof Otto II. von Münster (reg. 1247-1259), ein Enkel des Edelherrn Bernhard II. zur Lippe (reg. 1167-1196) und Bruder des Paderborner Bischofs Simon (reg. 1247-1277), hat beim Ausbau des münsterschen Territoriums große Erfolge aufzuweisen. Als Pfand erwirbt der Bischof die Grafschaft Bocholt und die Burg Ringenberg, beides Ausgangspunkte der späteren Ämter Bocholt und Stromberg im Münsteraner Fürstbistum.

Im Jahr 1252 erfolgt der Ankauf der Herrschaft Vechta durch Otto von Gräfin Jutta von Ravensberg. Vechta bleibt in der Folgezeit nur lose mit dem bischöflichen Territorium verbunden. Mit dem Übergang Vechtas an das Bistum fallen auch Rechte und Besitz im Emsland an die Münsteraner Bischöfe, u.a. die Freigerichte zwischen Ems und Hunte, die Grafschaften im Ems-, Agradin- und Dersigo. Der Marktort Meppen wird dem Bischof auf einem Hoftag in Köln am 23.03.1253 von König Wilhelm von Holland (reg. 1247-1256) bestätigt. Umgekehrt steht Otto im Thronstreit zwischen Wilhelm und den staufischen Herrschern auf Seiten des in Norddeutschland weitgehend anerkannten Gegenkönigs.


SYSTEMATIK / WEITERE RESSOURCEN  
Zeit2.16   1250-1299
Ort1.3   Münsterland
2.21   Münster, (Fürst-)Bistum < - 1802>
AUFRUFE GESAMT901
AUFRUFE IM MONAT5