EREIGNIS | ||
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JAHR | 1624 ![]() | |
MONAT | Juli | |
TAG | 18 | |
TITEL | Edikt zur Wahl von Zunft- und Innungsmeistern | |
INFORMATION | Das Streben des Fürstbischofs von Münster, Ferdinand von Bayern (reg. 1612-1650), ist auf die Erneuerung des katholischen Glaubens in seinen Herrschaftsgebieten ausgerichtet. Allerdings bereitet gerade die Rekatholisierung protestantisch gewordener Gebiete und Personengruppen im Fürstbistum Münster, dessen Niederstift als lutherisch gilt, zunächst große Probleme. Erst durch die Stärkung seiner landesherrlichen Macht und die Anwesenheit ligistischer Truppen besitzt Ferdinand die Möglichkeit, seinen Befehlen Geltung zu verschaffen. Nachdem bereits sämtlichen Protestanten untersagt worden ist, Ratsstellen in den Städten zu besetzen, verbietet der Fürstbischof in einem Edikt vom 18.07.1624 Nichtkatholiken zudem als Zunft- und Innungsmeister tätig zu werden. Weitere Erfolge sind auf das Wirken der Orden von Jesuiten, Kapuzinern und Franziskanern zurückzuführen. Allerdings beschleunigen die religiösen Verfolgungen den wirtschaftlichen Niedergang der Städte, da viele wohlhabende Familien das Fürstbistum verlassen. | |
SYSTEMATIK / WEITERE RESSOURCEN | ||
AUFRUFE GESAMT | 1577 | |
AUFRUFE IM MONAT | 9 | |
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