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(51 KB)   Hans Thimme (geb. 1909), Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen 1969-1977 / Bielefeld, Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen   Informationen zur Abbildung

Hans Thimme (geb. 1909), Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen 1969-1977 / Bielefeld, Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen
FAMILIEThimme
VORNAMEHans
TITELDr. theol., Dr. h.c.


GESCHLECHTmännlich
GEBURT DATUM1909-06-06   Suche
GEBURT ORTFallersleben/Hannover
KONFESSIONev.
EHEPARTNER15.11.1935: Ruhfus, Gertrud (1906- )
TOD DATUM2006-04-01   Suche


VATERThimme, Wilhelm, Prof.
MUTTERCapelle, Auguste


ÄMTER / FUNKTIONEN | Westfalen, Evangelische Kirche von <1817 - > | Präses | 10 | 1969-01-03 - 1977-07-01
02.10.1968: Wahl


BIOGRAFIE06.06.1909 geboren in Fallersleben/Hannover, als Sohn des Pfarrers, später außerordentlichen Professors an der Universität Münster, D. Wilhelm Thimme und seiner Ehefrau Auguste geb. Capelle
1911 Versetzung des Vaters nach Iburg, dort Besuch der einklassigen Volksschule
1919-1922 Katholische Rektoratschule Iburg
1922-1927 Archigymnasium Soest, Abitur
SS 1927 Studium in München,
WS 1927/28-WS 1928/29 Berlin,
SS 1929-WS 1930/31 Marburg und
SS 1931-WS 1931/32 Münster
02.04.1932 1. Theologisches Examen in Münster
15.04.1932 Lizentiatenexamen in Münster mit einer Arbeit über "Christi Bedeutung für Luthers Glauben" (bei Prof. D. Fr. W. Schmidt), Ernennung zum Lizentiaten der Theologie am 01.05.1933 (später in den theologischen Doktorgrad umgewandelt)
01.05.-31.08.1932 Lehrvikariat in Derne (Dortmund)
01.09.1932-06.08.1933 Austauschstudent im presbyterianischen Seminar in Princeton/USA
07.08.1933 -31.01.1934 Hilfsprediger in Rödgen
1934 Mitbegründer und Leiter der "Bruderschaft westfälischer Hilfsprediger und Vikare"
12.04.1934 2. Theologisches Examen in Münster (erst nachträglich 1935 anerkannt)
01.05.1934-30.09.1935 Hilfsprediger im Gemeindebezirk von Präses Koch
21.10.1934 Ordination in Berlin-Dahlern (im Anschluß an die Dahlemer Bekenntnissynode)
01.10.1935 Amtsantritt als 2. Pfarrer in Spenge (Einführung am 13.10.1935)
15.11.1935 Eheschließung mit Vikarin Gertrud Ruhfus (geb. 1906), Tochter des Verlagsbuchhändlers Dr. Wilhelm Ruhfus. aus Dortmund, 4 Kinder
1940-1945 Kriegsdienst
27.08.1945 Wahl zum Synodalassessor des Kirchenkreises Halle
Juli 1946 Mitglied der Provinzialsynode
01.04.1947-31.12.1956 Ephorus des Predigerseminars in Brackwede/Haus Kupferhammer (später in Soest)
01.01.1949 nebenamtliches Mitglied der Kirchenleitung
seit 1955 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Missionarischer Dienste
01.01.1957 Oberkirchenrat im Landeskirchenamt Bielefeld
01.11.1960 Theologischer Vizepräsident
seit 1960 Mitglied und Vorsitzender des Ev. Studienwerks in Villigst, Gründungsleiter des Ökumenischen Studienwerks in Bochum
05.05.1962 Verleihung der theologischen Ehrendoktorwürde durch die Universität
Münster
1954-1968 Leitung der Abteilung des Ökumenischen Rates der Kirchen für die Zusammenarbeit von Mann und Frau in Kirche, Familie und Gesellschaft
1968-1977 Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (Wahl am 02.10.1968, Einführung am 03.01.1969)
seit 1968 Vorsitzender der vom Rat der EKD berufenen Kammer für kirchlichen Entwicklungsdienst und der Kommission für Zwischenkirchliche Hilfe, Flüchtlings- und Weltdienst beim Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf
seit 1971 stellvertretender Vorsitzender des Rates der EKU
17.07.1972 Wahl zum Ratsvorsitzenden der EKU für den Bereich der Bundesrepublik und von Berlin-West (bis 1975)
01.06.1973 Wahl in den Rat der EKD (bis 1979), Vorsitzender des Ev. Presseverbandes für Deutschland
01.07.1977 im Ruhestand; bleibende Tätigkeitsbereiche: Rat der EKD, Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Missionarischer Dienste, des Ev. Studienwerks Villigst, des Ökumenischen Studienwerks Bochum, Mitarbeit im Vorstand des Gemeinschaftswerks Ev. Publizistik und im Kuratorium des Ev. Pressedienstes

Veröffentlichungen u. a.: Christi Bedeutung für Luthers Glauben, Gütersloh o.J.; Der Gemeinde dienen. Predigten, Vorträge, Aufsätze, Bielefeld 1977; Kirchen und kirchliches Leben in Spenge, in: Geschichte der Stadt Spenge, hrsg. von Wolfgang Mager, S. 429-464, Spenge 1984; Präses D. Koch und die Anfänge der Bekennenden Kirche in Bad Oeynhausen, in: Beiträge zur Kirchengeschichte des 19. und 20.Jahrhunderts - Erweckungsbewegung und Kirchenkampf (Beiträge zur Heimatkunde der Städte Löhne und Bad Oeynhausen, Heft .12), S. 104-122, Löhne 1987; Die westfälische Bruderschaft der Hilfsprediger und Vikare im Kirchenkampf 1933-1945, in: JbWfKg, Bd. 85 (1991), S. 287-346.


Literatur

Hans Thimme, Aus eigenem Erleben, in: Wir sind Zeitgenossen. Einzelbeiträge einer Begegnungstagung anläßlich des 80. Geburtstages von Präses i.R. D. Hans Thimme, Bielefeld 1989.

QUELLE  Hey, Bernd / Osterfinke, Ingrun | "Drei Kutscher auf einem Bock" | S. 66-69
PROJEKT  Kirchliche Leitungsämter Westfalen, ev. (1815-1996)
AUFNAHMEDATUM2004-01-28


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QUELLE    Hey, Bernd / Osterfinke, Ingrun | "Drei Kutscher auf einem Bock" | S. 66-69

SYSTEMATIK / WEITERE RESSOURCEN  
Zeit3.9   1900-1949
3.10   1950-1999
3.11   2000-2049
Ort2   Westfalen, Evangelische Kirche von <1817 - >
Sachgebiet16.3   Evangelische Kirche
16.6.3   Geistliche, Rabbiner, Ordensleute
DATUM AUFNAHME2003-10-30
AUFRUFE GESAMT1512
AUFRUFE IM MONAT15